Künstler, Songs

Kanye, Paul und ein Computer

Kanye West hat sich schon mit vielen wichtigen Namen verglichen… zum Beispiel mit Beethoven, mit Picasso, mit Walt Disney, mit Jesus oder Gott persönlich. Rein von seinem Auftreten in seinen weißen Shirts aus echter ägyptischer Seide ist Kanye West zwar eher ein Clown, dafür aber an den Reglern doch etwas begabt. Eine Person, mit denen sich Kanye noch nicht verglichen hat, ist Paul McCartney – dafür haben die Beiden nun einen Song gemeinsam aufgenommen: “Only One”.

Im August 2014 gab es die ersten Gerüchte eines Duetts zwischen dem Mann, der Fish Sticks liebt und dem Beatle und nachdem es Beyoncé und David Bowie in den letzten Jahren vorgemacht haben, hat Yeezus nun auch den Song aus einer gemeinsamen Jam Session ohne Vorankündigung auf iTunes veröffentlicht. Die Jam Session mag nur einige Stunden gedauert haben, McCartney am Klavier, West am Mikrofon, doch die Tage, die West scheinbar in die Produktion gesteckt hat, sind nicht überhörbar.

Wie man schon auf dem 2008er Album “808s & Heartbreak” gehört hat, heißt Kanyes große Liebe nicht etwa Kim, sondern Autotune. Und das wirkt besonders peinlich, weil der Song ansonsten wirklich minimalistisch ist. Das digitale Geeiere dabei nimmt der Kollaboration das Besondere, das Verletzliche und gefällt mir nicht so wirklich. Schade eigentlich, da God himself hier mal eine andere Seite zeigt aus der Perspektive seiner verstorbenen Mutter zu seiner Tochter North (ja… North West. I am dead serious) spricht.

Vielleicht wird ja das zweite Lied von Kanye und Paul besser. Das soll Gerüchten zufolge übrigens “Piss on my Grave” heißen. Was bitte war das für eine Jam Session?

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