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20 in 2019: The Black Keys – “Lo/Hi”

The Black Keys – “Lo/Hi”
aus dem Album “Let’s Rock”

Auch wenn ich The Black Keys schon seit über 15 Jahren kenne, würde ich mich niemals als Fan bezeichnen, denn dafür tauchen viel zu wenige Songs wirklich regelmäßig in meinen Playlists auf. Einer, der mich seit dieser Zeit begleitet ist “Set You Free”, ein extrem rauer Garage Rock-Song, der gewollt unfertig klingt und den ich höchstwahrscheinlich entdeckt habe, weil er in einer Szene bei “School of Rock” mit Jack Black zu hören war. Sehr interessant im Übrigen, wie die Stimme des Sängers damals noch ganz anders geklungen hat.

Inzwischen kennt nahezu die ganze Mainstream-Musikwelt zumindest einen oder zwei Songs des Blues Rock-Duos aus Ohio, denn sowohl “Gold on the Ceiling” und besonders “Lonely Boy” sind enorme Hits geworden. “Lonely Boy” ist in meinen Augen das Äquivalent zu “Feel It Still” von Portugal. The Man – egal, was diese Band herausbringt, sie werden sich immer an diesem Lied messen lassen.

Umso interessanter, dass Sänger und Gitarrist Dan Auerbach und Schlagzeuger Patrick Carney, die Männer hinter The Black Keys, eben schon seit 2001 Musik machen und nach “El Camino”, auf dem die beiden genannten Songs drauf waren, nicht nur ein weiteres Album herausgebracht haben, sondern fünf Jahre lang Schaffenspause machten und das neue, inzwischen neunte (!) Studioalbum in der Mitte des Jahres herausgebracht haben. Von Ihnen selbst als Homage an die elektrische Gitarre geschrieben, finden sich dort unter anderem drei Singles, die meines Erachtens nach nicht nur super ins Ohr gehen, sondern sehr entspannte Songs sind. “Eagle Birds” ist ein bisschen tanzbarer, energievoller und könnte auch super für Werbung benutzt werden, in welchem ein leichtes Lebensgefühl beschworen wird. “Go” geht in eine ähnliche Richtung, hat aber noch ein bisschen mehr Rotz, besonders im Refrain.

Mein Favorit hingegen klingt wie ein Ebenbild des ZZ Top-Hits “Sharp Dressed Man”, ein bisschen nach altem Glam, aber am Ende dann doch sehr nach Southern Rock, nach Highway, nach Groove auf der Straße. “Lo/Hi” ist in meinen Augen ein Ohrwurm, der mich in den nächsten Monaten noch sehr, sehr lange begleiten wird und verdient ein weiterer Vertreter des Rocks hier in dieser Liste.

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