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20 in 2019: Foals – “Exits”

Foals – “Exits”
aus dem Album “Everything Not Saved Will Be Lost – Part 1”

Es ist nicht so lange her, da habe ich bereits über Foals geschrieben. Tatsächlich hat die Recherche zur Band damals bei mir etwas entfacht, denn ich habe mich noch einmal mehr durch die Discographie gewühlt und einige Perlen entdeckt, die ich sofort in meine Playlists gejagt habe. Dabei waren auch ein paar Frühwerke, die wirklich klingen, als hätte man als Rock Band versucht, Techno zu machen. “Balloons” und besonders “Hummer” sind zwei solcher Tracks, die mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf gehen.

Die Songs damals unterscheiden sich natürlich ordentlich von denen, die Foals heute schreiben. Aus dem kalkulierten Dance-Punk, den ein Roboter nicht hätte besser schreiben können, ist atmosphärischer Pop-Rock geworden, der zwar problemlos im Radio laufen kann, aber nicht so massentauglich ist, dass sich die Songs in den oberen Chartregionen festsetzen – und das ist auch verdammt gut so.

Ich kenne wenig Bands, die so kreativ Musik schreiben, wie Foals. Was Yannis Philippakis, Jack Bevan, Jimmy Smith und Edwin Congreave alleine in diesem Jahr mit ihrem Doppel-Album geschaffen haben, ist schon eine Leistung, die man anerkennen kann. Auch wenn natürlich klar sein muss, dass viele Songs einfach untergehen werden, doch das ist ja Normal, wenn man schnell hintereinander zwei Alben herausbringt. Oder wer erinnert sich wirklich an jeden Song von System of a Downs “Mesmerize” und “Hypnotyze”, die vor 14 Jahren herausgekommen sind?

Songs wie das unfassbar geniale und 80er angehauchte “On the Luna” auf Part 1, “The Runner” und “Black Bull” auf Part 2 dürften aber genauso wie “Exits” einer der Dauerbrenner werden, die nicht nur ich, sondern unzählige Fans in den nächsten Jahren genauso lieben werden, wie “My Number” oder “Spanish Sahara”. Danke Foals, dass ihr weiterhin so gute Musik in die Welt setzt… und vielleicht sehen wir uns ja im April, wenn ihr wieder auf Tour seid.

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