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20 in 2019: Faouzia – “Tears of Gold”

Faouzia – “Tears of Gold”

Wie kann man in dem Alter bitte schon so eine Stimme haben? Das werden sich die Leute gedacht haben, als die marokkanisch-kanadische Sängerin mit 15 Jahren angefangen hat, Coverversionen auf YouTube hochzuladen und das denke ich mir heute, vier Jahre später, immer noch. Nachdem die in Casablanca geborene Faouzia Ouihya jahrelang bei Gesangs- und Songwriting-Wettbewerben abgeräumt hat und sogar mit dem Winnipeg Symphony Orchestra den 150. Geburtstag von Kanada zelebrieren durfte, wurde es Zeit, auf die große Pop-Bühne zu treten.

Und groß ist wirklich das, was man zu Faouzias Musik sagen kann. Schlussendlich ist es natürlich pompös produzierter Pop, der alleine vom Hören wie vorherbestimmt ist, beim Eurovision Song Contest in den vorderen Plätzen mitzuspielen. Was für einige Leute wie ein böses Omen klingt, ist allerdings als Lob gemeint, dann zwischen dem ganzen Weichspül-Pop, den man sofort wieder vergisst, ist ein Song wie das mit nicht einmal 2 1/2 Minuten lange “This Mountain” so interessant gestaltet, dass es nie langweilig wird. “Born Without A Heart” war hingegen der erste Song, der mich überzeugt hat und bei dem ich mir überlegt habe, dass ich hier noch einmal genauer reinhören muss.

Was mir bei Faouzia besonders gefällt ist, dass es am Ende zwar vollends klassischer Pop ist, aber ihre Stimmfarbe sich alleine in den Songs enorm wandelt und die orientalischen Einflüsse eigentlich nie von der Hand zu weisen sind. Aber sie produziert nicht nur selbst, sondern leiht auch anderen Künstlern ihre Stimme, beispielsweise dem französischen Rapper Ninho auf “Money” oder Mr. USB-Stick höchstpersönlich – David Guetta auf “Battle”.

Besonders verliebt habe ich mich in ihre aktuelle Single “Tears of Gold”, die mir enorm Lust auf mehr macht. Ich bin sehr gespannt, was Faouzia im nächsten Jahr noch herausbringt, vielleicht steht ja sogar das Debütalbum in den Startlöchern. Ich bin mir sicher, dass wir von ihr noch eine Menge hören werden.

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