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20 in 2019: Big Wild feat. Rationale – “6’s to 9’s”

Big Wild feat. Rationale
aus dem Album “Superdream”

Ich habe es wirklich versucht. Ich habe wirklich versucht, Rationale in diesem Jahr so weit wie möglich von dieser Serie fernzuhalten. Er hat sogar selbst Musik veröffentlicht, doch so richtig haben mir weder “Say What’s On Your Mind”, noch das Duett “Hurts the Most” mit Ayelle gefallen, wobei Letzteres tatsächlich ein Grower ist und langsam ins Ohr geht – allerdings tatsächlich eher ihr Song ist, als seiner. Und selbst ihr Solowerk “Right Now” fand ich besser.

Und doch kam da im Frühling ein Song drauf, der eigentlich so seicht, so kitschig ist, dass ich nicht dachte, ihn ein halbes Jahr später immer noch so zu mögen. Doch die Zahlen und Statistiken lügen nicht und so ist “6’s to 9’s” einer meiner meistgehörtesten Songs des Jahres, nach “None Shall Pass” von Aesop Rock, “Lazing On a Sunday Afternoon” von Queen”, “Young & Unafraid” von The Moth & The Flame und einem weiteren Track, den ich später hier erwähnen werde.

Big Wild heißt eigentlich Jackson Stell, kratzt an der 30 und stammt aus den USA. Nachdem er jahrelang Hip Hop-Beats produziert hat, tourte er mit Odesza (bekannt aus den 20 in 2017), arbeitete zusammen mit Tove Stryke (“Aftergold”) und mischte anschließend auf seinem Debutalbum Electro mit großen Disco-Beats und prunkvollem Pop.

Rationale hingegen muss ich nicht mehr vorstellen. Tinashe Fazakerley hat ein Album rausgebracht, einige EPs und ist nach 2016, 2017 und 2018 nun zum vierten Mal in Folge hier zu finden. Sorry, not sorry. Da er gerade an seinem zweiten Album arbeitet, ist die Wahrscheinlichkeit nicht gering, dass ich im nächsten Jahr wieder über ihn schreiben darf. Aber bis dahin muss ich ihn auch noch einmal – zum dritten Mal – live gesehen haben. Deal? Deal!

Beide zusammen haben also einen lauten, lebensfrohen Track geschrieben. Generell ist “Superdream” ein interessantes, ambitioniertes Album, bei dem wirklich ein flotter Genre-Mix entstanden ist. “City of Sound” beispielsweise bedient sich deutlich am Disco der 70er Jahre mit stampfenden Beat. Gleiches gilt für “Joypunks”, der fast schon an das klassische French House erinnert. “6’s to 9’s” ist aus nachvollziehbaren Gründen allerdings mein Lieblingstrack des Albums, mein Song des Sommers und der überraschende Dauerbrenner des Jahres. Obwohl… eigentlich doch nicht so überraschend. Und er funktioniert auch live, wie das nachfolgende Video beweist!

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