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20 in 2018: Janelle Monáe – “Make Me Feel”

Janelle Monáe – “Make Me Feel”
aus dem Album “Dirty Computer”

Es gibt Künstler, die lernt man irgendwann inmitten ihrer Karriere kennen und springt dann auf den Zug auf und tanzt mit… und dann gibt es Künstler, die entdeckt man irgendwann, als sie noch relativ unbekannt sind und hört dabei zu, wie sie immer mehr Musik veröffentlichen und verdientermaßen erfolgreicher werden. Zwei Künstler, die für mich in die zweite Sparte fallen sind Robin Thicke und Janelle Monáe. Während Thicke der Erfolg mit “Blurred Lines” offensichtlich nicht so gut getan hat und er sich wahrscheinlich in ein paar Jahren von irgendwem fälschlicherweise als “One-Hit-Wonder” bezeichnen lassen muss (haben alle schon den langhaarigen Thicke bei “When I Get You Alone” vergessen?) mache ich mir bei Janelle absolut keine Sorgen!

Ich habe erstmals von ihr vor gut zehn Jahren Musik gehört, als sie Songs wie “Violet Stars Happy Hunting!” oder “Many Moons” auf ihrer ersten EP “Metropolis” veröffentlicht hat, die den Startschuss ihrer ArchAndroid-Saga gab. Das Album dazu folgte zwei Jahre später und hatte “Tightrope” mit OutKast-Mitglied Big Boi am Start, was Monáe erstmals ein bisschen in den Mainstream brachte, schließlich wurde der Song auch in Werbungen eingesetzt.

Die ArchAndroid-Serie wurde für das neueste Album “Dirty Computer” etwas auf Eis gelegt, aber sowas macht man eben, wenn man die Möglichkeit hat, mit Prince zusammen zu arbeiten. Diesen Einfluss hört man auf “Make Me Feel” auch eindeutig. Insgesamt arbeitet Janelle auf “Dirty Computer” viel mehr mit klassischem R’n’B und Hip Hop, als auf den anderen Werken, sie rappt (“Django Jane”), hat Gitarren und Grimes mitgebracht (“Pynk”) und groovt wie eben auf “Make Me Feel”.

Um den Song mit einem Satz zu beschreiben: Es klingt so, wie Justin Timberlake auf seinem diesjährigen Album gerne geklungen hätte. Aber während sein Werk in der Bedeutungslosigkeit verschwunden ist, tanzen die Leute noch immer zu Janelle Monáe. Und werden dies auch noch in den kommenden Jahren tun.

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