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Stell dir vor, du gewinnst…

… den Vorentscheid zum Eurovision Song Contest 2015 – Unser Song für Österreich. Du setzt dich in drei Runden erst gegen sieben andere Gegner, dann gegen drei und im Finale nochmal gegen einen Kontrahenten durch. Um dann zu sagen: „Ich bin nicht wirklich in der Verfassung, diese Wahl anzunehmen und muss deshalb… Ich geb’ meinen Titel an Ann Sophie. Ich denke einfach, dass sie viel geeigneter und qualifizierter dafür ist. […]“

Grundsätzlich wird Andreas Kümmert durchaus seine persönlichen Gründe, seine eigene Motivation haben, wieso er es ausschlägt als Gewinner des Vorentscheids zum Eurovision Song Contest nach Wien zu fahren. Gleichzeitig wird Andreas Kümmert allerdings mal hinterfragen müssen, ob er auch das richtige Management hat, die ihn zu so einem Vorentscheid schicken. Gerüchteweise hatte Kümmert schon wenig Lust auf “The Voice”, will eigentlich nur auf der Bühne stehen und singen. So in kleinem Kreise. Dafür ist eine Plattform wie “The Voice” vielleicht nicht so ganz die richtige und wenn er dann keine Lust auf den nächsten, großen Wettbewerb hat, dann sollte er sich vielleicht vor so einem Vorentscheid mal mit seinem Management zusammensetzen.

So für mich, als Jemanden der diesen ganzen Wettbewerb nur als Fan sieht, ist das schon eine Farce. Kümmert kennt Wettbewerb, weiß wie es ist im Rampenlicht zu stehen, auf großen Bühnen, von Millionenpublikum beäugt und gefeiert zu werden. Viele Leute haben für ihn angerufen beim Vorentscheid und ihm zum Gewinner gemacht. Die haben dafür Geld bezahlt, wie es beim Televoting so üblich ist. Das Geld geht nun in die Tonne. Würde mich dementsprechend nicht wundern, wenn es da sogar noch rechtliche Konsequenzen gibt – von seinem Management auch, die sich schließlich viel von seiner Teilnahme beim Contest versprochen haben. Und dass Kümmert einer der Favoriten des Vorentscheids war, war ja von vorneherein klar.

Andreas Kümmert verabschiedet sich also nach dem Vorentscheid aus dem eigentlichen Wettbewerb und überschattet damit dennoch die Person, die nun an seiner Stelle beim Eurovision Song Contest antreten wird. Ann Sophie, die Wildcard-Gewinnerin folgt damit den Spuren von Elaiza und wird am 23. Mai für Deutschland singen. Ihre Gegner im Finale sind bisher übrigens: Für Australien der Sieger der ersten Staffel Australien Idol Guy Sebastian. Für Italien die drei Opern-Pop-Sänger Il Volo. Für Frankreich die relativ unbekannte Sängerin Lisa Angell. Und für Spanien das blonde Püppchen Edurne.

 

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2 Comments

  • Unser Song 2017 - Der deutsche Vorentscheid - viddymedia November 24, 2016 at 5:56 pm

    […] of Silence” nur auf dem zweiten Platz landete, war der Sieg nicht unverdient. Nach der Farce in diesem Jahr, als man erst Xavier Naidoo als Teilnehmer ankündigte, dies wieder zurückzog und letztlich die […]

  • 20 in 2017: Blanche - "City Lights" - viddymedia December 14, 2017 at 10:11 am

    […] Raab daran beteiligt ist und auch die lustigen Geschichten um Xavier Naidoo und diesen Typen von “The Voice of Germany” habe ich noch nicht verdrängt, müsste aber jetzt tatsächlich nachdenken, welche Truppe denn in […]

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