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Song of the Week: “Goodbye Angels” von Red Hot Chili Peppers

Kalenderwoche 27/2019

Red Hot Chili Peppers mit “Goodbye Angels” aus dem Album “The Getaway”, veröffentlicht im Jahr 2016.

Um die Jahrtausendwende waren die Red Hot Chili Peppers für mich eine der größten Bands, die ich kannte. Ich erinnere mich noch sehr gut daran, wie ich in Frankreich bei meiner Tante auf der Terrasse saß und mir “Californication” oder das damals frisch veröffentlichte “By The Way” reingezogen habe. Von vorne bis hinten, was ich heute mit Alben kaum noch mache. Während “Stadium Arcadium” viele Songs hatte, von denen ich nur eine Handvoll richtig – aber dafür wirklich richtig, richtig – gut fand, hat mir das zehnte Studioalbum “I’m With You” nahezu gar nicht gefallen. Kaum eine Band hat wirklich immer gute Alben, egal, wie sehr ich sie mag. Nicht wahr, Queen (“Hot Space”)? Nicht wahr, Muse (“Drones”)? Nicht wahr, Royal Republic (“Club Majesty”)?

Während ich bis heute Song wie “Otherside”, “Dani California”, “Californication” oder “Can’t Stop” abgöttisch liebe, hatte es “The Getaway”, das bis dato letzte Album der Truppe, sehr schwer. Joa, “Dark Necessities” ist ein starker Song, der immer gerne in meinen Playlists landete, aber sonst? Einmal durchgehört und das Meiste sofort wieder vergessen. Bis dann plötzlich “Goodbye Angels” auftauchte.

Der Song beginnt sehr ruhig mit Bass und Gitarre, Flea und Josh Klinghoffer sind hier perfekt aufeinander abgestimmt, bis Anthony Kiedis mit seinem sanften Gesang einsetzt. Erst nach knapp 30 Sekunden darf sich Chad Smith ans Schlagzeug setzen und nahezu eine Minute später nimmt der Song etwas an Fahrt auf, als es in den Refrain geht. Dennoch steckt in “Goodbye Angels” so eine drückende Energie, dass er ein perfekter Wegbegleiter ist.

Das absolute Highlight des Songs ist aber die letzte Minute, als Flea am Bass vollkommen ausrastet und Klinghoffer mit einem Solo reinkommt, welches John Frusciante als ehemaliges Mitglied kaum besser hätte machen können. Eines meiner liebsten Outros aller Zeiten.

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