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Royal Republic in Berlin – Laut ins Wochenende!

Sechsmal in fünf Jahren. Da kommt man sich für einen kurzen Moment schon vor, wie ein Groupie. Wenn man dann allerdings dank zirka einem Jahr im Vorfeld gekaufter VIP-Tickets mitsamt ein paar anderen Fans dann tatsächlich Royal Republic ganz privat vor dem Konzert in der Columbiahalle trifft, merkt man, wie wenig man doch davon entfernt ist, ein Groupie zu sein. Dennoch war es schon ein sehr interessantes Erlebnis, knapp zwei Stunden vor dem eigentlichen Auftritt in einer nahezu leeren Halle zu stehen, kurz mit den Bandmitgliedern zu quasseln, ein paar Fotos zu schießend und anschließend zur Absperrung spazieren zu können um in der ersten Reihe zu stehen.

Gemeinsam mit meiner kleinen Schwester und mit meiner Mitbewohnerin und besten Freundin konnten wir einen unvergesslichen Abend verbringen – Gruß an dieser Stelle auch an das Laura und ihr Team von Rockstar, welches uns mit leckeren Energy Drinks noch einmal gehörig gepusht hat. In musikalischer Hinsicht startete das Konzert mit dem lauten Trio Dinosaur Pile-Up aus Großbritannien. Die spielten in einer halben Stunde ihr gesamtes Repertoire von “Nature Nurture” bis “11:11”. Ein wenig dreckig, ein wenig Grunge, kein Wunder also, das Leadsänger Matt Bigland sich auch eine Kurt Cobain-Friese hat stehen lassen.

Zweiter Support-Act war der Singer-Songwriter Tim Vantol, der mit kratziger Stimme und bewaffnet alleine mit einer akustischen Gitarre die Zuschauer blendend unterhalten hat. Der Niederländer konnte die Crowd mit seinem Charme und tollen Songs wie “If We Go Down, We Will Go Together” oder “Nothing” begeistern und hat mit mir definitiv einen neuen Fan geworden.

Dann war es aber endlich soweit und das schwedische Quartett marschierte zur “Feuerwerksmusik” von Georg Friedrich Händel auf ihre Bühne. Schon Sekunden später tanzte die Masse zur ersten Single “When I See You Dance With Another” aus dem dritten und aktuellen Album “Weekend Man”. Schlag auf Schlag ging es weiter mit “Walk!” und “Make Love Not War” und Royal Republic machten klar, dass es hier kaum Zeit zum Durchschnaufen geben würde.

Insgesamt präsentierte die Truppe die besten Hits aus den bisherigen drei Alben. Natürlich durften auch “Everybody Wants to Be an Astronaut” und “Underwear” nicht fehlen. Spätestens hier begann man in der Mitte (leider oft rücksichtslos) zu pogen und ließ sich auf den Händen der anderen Zuschauer bis vorne zu den freundlichen Securities tragen.

Mein persönlicher Favorit aus dem aktuellen Album – “Any Given Sunday” lief dann so ziemlich in der Mitte des Konzertes, bevor sich Royal Republic eine kleine Pause gönnten, an die Nosebreakers erinnern ließen und die akustische Version von “Addictive” präsentierten.

Zwischendurch wurde die Band immer wieder mit “Royal Republic”-Sprechchören gefeiert, die Zuschauer tanzten, schwitzten und hatten sichtlich Spaß am Konzert, welches dann mit “Tommy-Gun” einen weiteren Höhepunkt und den Abschluss des eigentlichen Konzertes fand, bevor es in die Zugabe ging. Angefangen mit dem “Weekend Man”-Opener “Here I Come (There You Go)” und dem eher ruhigeren “Follow the Sun” spielten Gitarrist Hannes und Sänger Adam plötzlich einen bekannten Riff und dann tatsächlich eine Coverversion des Songs “Eure Mädchen”. Adam präsentierte seine Deutschkenntnisse bereits beim Meet & Greet vor dem Konzert, doch dass plötzlich Kraftklub-Sänger Felix Brummer selbst auf die Bühne stürmen würde, damit hatte wohl Niemand gerechnet.

Mit “Full Steam Spacemachine” beendeten Royal Republic dann unter tosendem Applaus ihr (und mein sechstes) Konzert in Berlin und wurden von der gesamten Columbiahalle gefeiert. Bis dato war dies laut eigener Aussage ihre größte Show als Headliner und für die Band ein besonderer Meilenstein. Die Feier zum Abschied kann man sich hier noch einmal ansehen.

Nach Panic! at the Disco, The Lumineers und Bastille war dies also mein viertes Konzert in diesem Monat und mit Abstand der lauteste, energiegeladenste Auftritt. Alleine die Band mal so nah zu sehen, war für mich schon ein kleiner, wahrgewordener Traum. Sehr sympathische Jungs, tolle Rock-Musik, was will man mehr? Wer auf eingängige und bodenständige Musik voller Gitarren steht, sollte hier unbedingt reinhören oder tatsächlich einfach zum Konzert gehen. Man kann die Schweden einfach nur feiern! Danke für dieses tolle Konzert!

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