Wir - Review
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Review: Wir

Wir
Originaltitel: Us


Regie: Jordan Peele
Erscheinungsjahr: 2019
Laufzeit: 116 Minuten

Vor knapp zwei Jahren mischte Jordan Peele Hollywood auf, als er “Get Out” veröffentlichte. Nominiert als bester Film bei den Academy Awards überzeugte Peele besonders mit der Kreativität und seiner Mischung aus Horror-Thriller und Comedy. Natürlich waren alle gespannt, was Peele bei seinem zweiten Film zeigen würde und als der Trailer zu “Wir” veröffentlicht wurde, war ich vollkommen hin und weg.

Wenn man ehrlich ist, dann reicht dieser Trailer vollkommen aus, mehr muss man eigentlich nicht zur Story erzählen. Alleine hier zeigt sich schon, welche grandiose Leistung die Schauspieler vollbringen, allen voran Oscar-Preisträgerin Lupita Nyong’o (Oscar für “12 Years A Slave”, außerdem in der neuen Star Wars-Trilogie und “Black Panther” zu sehen). Aber auch Winston Duke (ebenfalls “Black Panther”) und die beiden Kinder Shahadi Wright Joseph und Evan Alex sind in ihren Rollen unfassbar gut.

Ich durfte gestern beim Special Screening von WIR dabei sein, die Karten gab es zu gewinnen. Zu Beginn wurde man durch den Keller des CineStar am Potsdamer Platz geführt, wo ein paar Person apathisch herumstanden, wirr durch die Gänge liefen, dabei Stroboskope für eine beklemmende Stimmung sorgten. Im Kino selbst wurde auf der Leinwand übertragen, wie die anderen Gewinner ebenfalls durch die Gänge wanderten. Tolle Einstimmung!

Der Film selbst lässt sich neben dem Trailer mit einem Satz zusammenfassen – und keine Sorge, ich spoiler absolut gar nichts: Adelaide (Nyong’o) und Gabe Wilson (Duke) fahren gemeinsam mit ihren Kindern Zora (Joseph) und Jason (Alex) zu ihrem Strandhaus um ein wenig Urlaub mit ihren Freunden Josh (Tim Heidecker) und Kitty (Elisabeth Moss) und ihren Kindern zu verbringen. Doch der Familienurlaub nimmt eine merkwürdige Wendung, als plötzlich perfekte Doppelgänger der Wilsons auftauchen.

Neben großartigen Suspense- und Schockmomenten verliert Comedian Jordan Peele auch in diesem Film nicht den Witz und lockert die beißende Stimmung zwischendurch immer wieder auf. Wenn das ganze Kino sich in einem Moment erschreckt und im nächsten Moment herzhaft lacht, dann scheint man alles richtig gemacht zu haben.

Die Story, wie sie sich nach und nach entfaltet, zeugt vor – ich muss es so deutlich sagen – Genialität. Es ist anders, es ist neu, es ist kreativ und es regt auch nach dem Abspann noch zum Nachdenken an, was das alles bedeutet.

Nach dem Film moderierte der ehemalige MTV-VJ Patrice Bouédibéla noch eine Fragerunde mit den Hauptdarstellern Lupita Nyong’o und Winston Duke, die ein wenig zur Entstehungsgeschichte und zum Dreh erzählten. Patrice machte hierbei einen großartigen Job, kann man gar nicht genug loben.

Der Film ist anders und begeistert. Und muss definitiv ein zweites Mal gesehen werden, damit überhaupt die ganze Bandbreite verstanden wird. Ich kann nur eine hochgradige Empfehlung aussprechen – für die Geschichte, die schauspielerische Leistung, die Regie, für den Soundtrack von Michael Abels – für das Gesamtkunstwerk!

Wertung: 8/10 Punkte

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