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Review: The Transporter Refueled

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The Transporter Refueled
Originaltitel: Le Transporteur: Héritage

Regie: Camille Delamarre
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 96 Minuten

Was passiert, wenn man eine klangvolle und etablierte Film-Marke hat, bei denen Actionfans das Herz aufgeht, wenn man sie nennt und zudem einen sehr potenten Geldgeber an der Seite hat, dessen Logo nur in so ziemlich jeder zweiten Kameraeinstellung zu sehen sein muss, das eigentliche Gesicht der Filmreihe aber einfach keine Lust mehr hat und man somit keinen Hauptdarsteller mehr hat?

Man nimmt die Marke, man nimmt das Geld, man tauscht Jason Statham durch irgendeinen anderen Typen (Ed Skrein, der in ganzen drei Folgen Daario Naharis in der dritten Staffel von Game of Thrones spielen durfte, bis er ausgetauscht wurde) und nennt ihn weiterhin Frank Martin. Den Transporter. Et voila – der vierte Teil des Franchises ist geboren. Und grottenschlechter Müll.

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Neben dem charismalosen Skrein dürfte so weltführende Schauspieltalente wie Loan Chabanol und Gabriella Wright in dem Streifen mitspielen, aber auch tatsächlich Leute, die ich schon mal irgendwo anders gesehen habe. Ray Stevenson beispielsweise, der Frank Martin Senior spielt, der war doch in… eh… “Thor” glaube ich. Und Noémie Lenoir kennt die Welt natürlich aus “Rush Hour 3”. Die Creme de la Creme der Schauspielkunst.

Mal im Ernst – die lächerliche schauspielerische Leistung ist nicht einmal das schlechteste an dieser 90-minütigen Zeitverschwendung. Der Plot handelt irgendwie von einem russischen Menschenhändler und Anna (Loan Chabanol) und ihre Freundinnen/Prostituierten wollen sich irgendwie an ihm rächen und so einen Quatsch. Nebenbei wird eine von Ihnen angeschossen und verblutet fast und hat in der Nacht danach dennoch einen ordentlich flotten Dreier mit Franks Vater und einer der Freundinnen. Wie es die guten Prostituierten eben machen. Während sein Sohn übrigens ein Stockwerk drüber Anna vögelt. Kann man(n) mal machen.

Langweilige Actionsequenzen, die ein Faultier spannender inszeniert hätte. Ein paar schöne Autos, schöne Landschaften und ein iPhone 5(s) ein paar Jahre, bevor es in den Handel kam (der Film spielt – warum auch immer – 2010), das sind so die Sachen, die vom Film hängen geblieben sind. Selbst Jason Statham hätte dieses Chaos von einem Film nicht besser gemacht, denn abgesehen von der absolutn hölzernen Vorstellung von Ed Skrein (der demnächst den Bösewicht in Deadpool geben darf) ist der Film auch vom Inhalt her kompletter Müll.

Falls die Filmreihe einen Sargnagel brauchte – hier ist er. Bitte lasst den Transporter im Ruhestand.

Wertung: 2/10

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