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Review: Star Wars: Das Erwachen der Macht

Star Wars

Star Wars: Das Erwachen der Macht
Originaltitel: Star Wars: The Force Awakens

Regie: J. J. Abrams
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 135 Minuten

Ich war und bin nie ein Star Wars-Fan gewesen. Nicht, dass ich irgendwas gegen die Filmreihe hätte, ich erinnere mich daran, dass meine Eltern “Krieg der Sterne”, “Das Imperium schlägt zurück” und “Die Rückkehr der Jedi-Ritter” auf selbst beschrifteten VHS-Kassetten zuhause hatten und mit Sicherheit habe ich die auch irgendwann mal gesehen. Ich weiß auch, was in den Filmen passiert, aber ich kann nicht sagen wann und ob ich Episode IV, V und VI je komplett gesehen habe.

Als vor zehn Jahren mit “Die Rache der Sith” Episode III ins Kino kam, hatte ich Episode I und II gänzlich ignoriert. Aber da eine gute Freundin ihren Geburtstag mit einem Kinobesuch feiern wollte, holte ich die Filme nach. Darth Maul war cool, Ewan McGregor rockt sowieso… gut, der kleine Anakin hat derbe genervt. Und ich habe ehrlich gesagt keinen Schimmer mehr, was in “Angriff der Klonkrieger” passiert. So, rein von der groben Handlung. Episode III hingegen fand ich klasse. Schöne Actionsequenzen, die Transformation von Anakin zu Vader, alles top. Hat mir gefallen.

Tatsächlich hat sich in den letzten Wochen auch bei mir ein kleiner Hype eingestellt. Ich bin kein Fan von Prequels, aber Filme, die Jahre später mit den gleichen Schauspielern spielen? Immer her damit. “Rocky Balboa” und “Rambo” beispielsweise. Geil! “Indiana Jones und der Kristallschädel”? Mal von der Verwechslung von Steven Spielberg, in welchem seiner Franchises er sich befindet abgesehen, okay! Und jetzt nochmal Han und Luke und Leia zu sehen (obwohl ich die Geschichten ja nur kenne, weil man sie kennt, nicht weil ich sie liebe): Geil!

Als die Musik begann und das Intro lief, kam auch die Gänsehaut. Und die Einführung der ersten, auch neuen Charaktere, die mir allesamt gut gefallen haben. Ob nun der Rebellen-Pilot Poe Dameron (Oscar Isaac, “Inside Llewyn Davis”, “A Most Violent Year”, “Ex-Machina”) oder der abtrünnige Sturmtruppler FN-2187 aka Finn (John Bogeya), der Poe nach dessen Gefangenschaft befreit und mit ihm auf dem Wüstenplanet Jakku landet, wo er Rey (Daisy Ridley) kennenlernt – die Einführung der Charaktere gelingt mit Spannung, Witz und Charme.

Star Wars Still 1

Die grundsätzliche Handlung kurz erzählt: Luke Skywalker (Mark Hamill) ist verschwunden, die Überreste des Imperiums formieren sich als Erste Ordnung unter einer Gestalt namens Snoke (Andy Serkis) und Kylo Ren (Adam Driver). Poe findet eine Karte, die zu Luke Skywalker führen soll und macht sich gemeinsam mit Finn und Rey auf die Suche. Hierbei treffen sie natürlich auf Han Solo (Harrison Ford), Chewbacca (Peter Mayhew), Leia Organa (Carrie Fisher) und auch andere Gesichter aus den anderen Filmen tauchen auf, während es immer mehr und mehr zu gewaltigen Konflikten mit der Ersten Ordnung kommt.

Der Film ist gewaltig: Vom reinen Bild, vom Sound, einfach von der gesamten Machart. Mir fehlen nun natürlich die Vergleiche mit der “alten” Trilogie, ich kann nicht beurteilen, ob die Essenz der Episoden 4 bis 6 eingefangen wurde. Ich allerdings wurde fantastisch unterhalten. Die Charaktere haben mir allesamt gefallen, auch Adam Driver, als Kylo seine Maske abnahm.

Star Wars Still 2

Die Dialoge sprühten vor Witz und Charme ohne billig zu wirken. Und der Film hat in mir tatsächlich die Lust erweckt, mir jetzt nicht unbedingt Episode I und II, aber vielleicht III und mit Sicherheit IV, V und VI anzuschauen. Und ich will wissen, wie die Geschichte weitergeht.

Ich ziehe im Übrigen meinen Hut vor Regisseur J. J. Abrams, dem ja einige Leute nachsagen, er hätte mit Star Trek bereits ein Franchise gekillt. Mal davon abgesehen, dass merkwürdige Serienableger bereits das Franchise beschädigt haben, hat Abrams Star Trek meiner Meinung nach eher neues Leben eingehaucht – mit seinem deutlichen Stempel. Hier habe ich davon nichts gemerkt, der Film wirkte einfach wie Star Wars, nicht wie Abrams. Eine Meisterleistung, zwei Filmreihen, die gerne gegenüber gestellt werden, so unterschiedlich wirken zu lassen. Ein wenig schade finde ich es ja schon, dass Abrams Episode VIII (kommt 2017) und Episode IX (kommt 2019) nicht drehen wird. Aber vielleicht werden Rian Johnson (“Looper”) und Colin Trevorrow (“Jurassic World”) ja auch einen guten Job machen.

Wertung: 9/10

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