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Review: Southpaw

Southpaw
Southpaw
Originaltitel: Southpaw

Regie: Peyton Reed
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 124 Minuten

Wenn ein Mann es schafft, Filme authentisch und greifbar zu kreieren, dann ist es Antoine Fuqua (“Training Day”, “Shooter”, “The Equalizer”). Wenn dann auch noch mit Jake Gyllenhaal einer meiner Lieblingsschauspieler die Hauptrolle übernimmt, ist mein Platz in der Kinoreihe sicher.

Gyllenhall spielt Billy “The Great” Hope, den amtierenden Halbschwergewichts-Champion. Er steht auf dem Boxolymp und hat seine Vergangenheit hinter sich gelassen, denn er wuchs im Kinderheim auf, wo er seine Frau Maureen (Rachel McAdams) kennenlernte. Maureen würde allerdings gerne sehen, dass Billy seine Karriere langsam an den Nagel hängt, Geld haben sie genug, sie haben die gemeinsame Tochter Leila (Onna Laurence) und der Gesundheitszustand ihres Mannes aufgrund der schweren Treffer wird auch nicht besser.

Als bei einem Charity-Event plötzlich eine Waffe gezogen wird und seine Frau Maureen erschossen wird, verliert Billy alles. Seinen Manager Jordan Mains (50 Cent), seine Karriere und seine Tochter an das Jugendamt. Gemeinsam mit dem alkoholabhängigen Trainer Tick Wills (Forest Whitaker) will Billy allerdings ein Comeback schaffen und Titel und Tochter zurückgewinnen.

Southpaw Still

Der vielleicht einfachste Plot der Welt – so oder in ähnlicher Form bereits unzählige Male erzählt. Was hier in welcher Form passiert, wird also keinen Zuschauer überraschen. Fuqua schafft allerdings eine besondere, intensive Inszenierung des Ganzen. So ist es nicht die Geschichte an sich, sondern die Art, wie sie erzählt wird, die mir besonders gefallen hat. Man ist mittendrin, man fühlt, wenn Billy das Sorgerecht entzogen wird und er es einfach schaffen will, seine Tochter zurückzugewinnen. Gyllenhall liefert eine grandiose Performance ab, schauspielerisch und auch von der Wandlung seines Körpers absolut beeindruckend. Großes Lob auch an Forest Whitaker, den ich sonst immer ganz okay fand. Hier allerdings hat er mich unglaublich beeindruckt. Tolle Leistung!

Handwerklich ist der Film sehr gut gemacht. Authentizität ist und bleibt das Zauberwort, trotz der Stereotypen, in welches das Sportdrama eben bei der Geschichte immer wieder abdriftet. Aber wenn man einen astreinen, intensiven Sportfilm sucht, ist man hier an der richtigen Stelle.

Am Soundtrack hat im Übrigen 50 Cents alter Lehrmeister Eminem mitgearbeitet, zudem ist der Score von James Horner und gehört zu den letzten Arbeiten, bevor er Mitte 2015 bei einem Unfall verstorben ist. Horner arbeitete kostenlos an der Musik.

Wertung: 7/10

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