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Review: Popstar: Never Stop Never Stopping

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Review: Popstar: Never Stop Never Stopping

Regie: Akiva Schaffer & Jorma Taccone
Erscheinungsjahr: 2016
Laufzeit: 86 Minuten

Nahezu jede Boyband hat ihren Star. Take That hatten Robbie Williams, *NSYNC hatten Justin Timberlake und die Style Boyz hatten Conner (Andy Samberg). Nachdem sich das Trio bestehend aus Kid Conner, Kid Contact (Jorma Taccone) und Kid Brain (Akiva Schaffer) im Streit voneinander getrennt hat, brach Conner als Conner4Real mit seinem Solo-Debüt “Thriller, Also” alle Rekorde. Nun steht sein zweites Album “Connquest” in den Startlöchern, eine große Welttournee ist geplant und Conner4real hat 32 Personen in seiner Entourage vom Manager über Stylisten bis zum eigenen DJ Owen – der ehemalige Kid Contact, dessen Aufgaben bei Conners Auftritten daraus bestehen, bei einem iPod auf die Play-Taste zu drücken. Das Ganze wird von einer Kameracrew dokumentiert, wie Weltstars es nun einmal so machen.

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Allerdings: Die Reviews für “Connquest” sind beschissen, die Hallen nur halbvoll und Conners Support-Act Hunter the Hungry (Chris Redd) versucht sich in den Vordergrund zu spielen. Dazu noch Probleme mit seiner Verlobten Ashley (Imogen Poots), Probleme mit seinem Manager Harry (Tim Meadows) und die stets im Raum stehende Frage, wann die Style Boyz endlich wieder zusammenfinden. Blöd nur, dass Kid Brain darauf gar keine Lust hat und lieber auf einer Farm lebt und Holzskulpturen schnitzt.

Samberg, Schaffer und Taccone sind The Lonely Island, ein Comedy-Trio, welches sich mit vorher drei Alben, unzähligen Hits (“I’m On A Boat”, “I Just Had Sex”, “Spring Break Anthem”) und neben ihrer Arbeit bei Saturday Night Life auch mit einigen Filmen einen Namen gemacht hat. “Popstar: Never Stop Never Stopping” ist nach den ganzen Songs die logische Schlussfolgerung und parodiert brillant Pseudo-Dokus wie Justin Biebers “Never Say Never”. Der tiefe Fall des vollkommen verblendeten Conners, der sich als Gottes Geschenk für die Musikwelt ansieht, seine Ja-Sagende Gefolgschaft, die ihm immer noch den Hintern pudert, obwohl es gar nichts mehr zu holen gibt und die stetigen nostalgischen Wünsche nach einer Reunion – willkommen in der Welt der Boygroups.

Popstar: Never Stop Never Stopping (2016)

Dazu gibt es natürlich den kompletten Soundtrack, auf welchem sich Musik- und Filmstars wie Emma Stone, Adam Levine von Maroon 5, P!nk, Seal, Linkin Park und – natürlich – Michael Bolton das Mikrofon weiterreichen und mit sinnfreien aber absolut tanzbaren Songs wie “I’m So Humble” oder “Finest Girl (Bin Laden Song)” bestückt ist.

Ein Mix aus Satire, aus absolut derben Humor, aus Mockumentary, aus Komödie. Es ist einfach eine Freude dem dummen Conner4Real beim Verzerren seiner eigenen Wahrnehmung zuzuschauen. Angucken, es lohnt sich auf alle Fälle!

Wertung: 8/10

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