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Review: Oldboy (2013)

Oldboy 2013
Oldboy
Originaltitel: Oldboy

Regie: Spike Lee
Erscheinungsjahr: 2013
Laufzeit: 104 Minuten

Oldboy ist eigentlich ein südkoreanischer Film aus dem Jahre 2003 von Park Chan-wook, welcher auf einem Manga basiert. Der originale Film mit Choi Min-sik (u.a. auch in “Lucy”) in der Hauptrolle ist perfekt besetzt und gehört zu meinen absoluten Lieblingen dank der Schauspieler, Geschichte, der Bilder, des Soundtracks, der Intensität.

Als dann die ersten Gerüchte hinsichtlich eines Remakes aufkamen, rollte ich mit den Augen. Als Will Smith da irgendwie involviert sein sollte, stöhnte ich auf. Die ersten Gerüchte kamen 2008, es dauerte also fünf Jahre, bis der Film letztendlich gedreht und veröffentlicht wurde. Und weitere zwei Jahre, in denen ich mich erfolgreich gegen das Remake wehren konnte. Doch wie ein Besuch beim Doktor, tat auch das Anschauen des Films gar nicht mal so weh.

Die Schauspieler sind echt nicht schlecht gecastet:

Joe Doucett (Josh Brolin) spielt einen Trinker, der aufgrund seiner Alkoholprobleme nicht nur bei seiner Ex-Frau Donna und seiner dreijährigen Tochter Mia, sondern auch in seinem Job und bei seinem Kumpel Chucky (Michael Imperioli) in Ungnade fällt. Nach einer durchgezechten Nacht wacht er in einem abgeschotteten und abgeschlossenen Hotelzimmer auf, in welchem er die nächsten 20 Jahre eingesperrt wird. Im Fernseher, der ihm bereit gestellt wird, sieht er, dass seine Frau ermordet wurde und er als Hauptverdächtiger und flüchtend gilt, während seine Tochter adoptiert wurde. Plötzlich wird er freigelassen und weiß nicht wieso. Auch den Grund für seine Gefangennahme erfährt er nicht. Also macht er sich auf die Suche nach seinem Entführer und lernt dabei Marie (Elizabeth Olsen, super besetzt!) kennen, die ihm auf seiner Reise hilft.

Oldboy 2013 Still

Soviel zum Inhalt des Films, der sich sehr, sehr nahe an die Originalvorlage hält. Einzig Sharlto Copley gefällt mir in der Rolle des Antagonisten nicht, aber das ist eine reine Sympathiesache. Spike Lee schafft es auch in diesem Film, wieder sehr ordentliche Bilder und man negiert das Original nicht – man preist es regelrecht an. Engelsflügel, Tintenfisch. Alles als Hommage dabei.

Alles in Allem gibt es natürlich auch kleinere Unterschiede, aber die sind auch sinnvoll, damit es keine 1-zu-1-Kopie ist. Dennoch bleibt die Frage, wieso es dieses Remake überhaupt gibt? Wieso hat sich Spike Lee so von den Produzenten reinreden lassen, die wohl knapp zwanzig Minuten des Films einfach rausgeschnitten haben? Und wieso ist der Soundtrack so schlecht?

Der Film hat keine Daseinsberechtigung, ist natürlich nicht so gut wie das Original, aber auch nicht so schlecht, dass man ihn nicht anschauen kann. Aber wenn man schon einen ordentlichen Rache-Film gucken möchte, kann man auch gleich zum Original greifen.

Wertung: 6/10

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