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Review: Ocean’s 8

Ocean’s 8

Regie: Gary Ross
Erscheinungsjahr: 2018
Laufzeit: 110 Minuten

Skepsis. Wenn es ein Wort gibt, mit dem ich mein Gefühl gegenüber dem neuesten Ableger der Ocean’s-Reihe beschreiben müsste, dann wäre es Skepsis. Nicht einmal aufgrund des weiblichen Trends, der mir einen kleinen, lebenslangen Blackout hinsichtlich Ghostbusters eingebracht hat, sondern einfach aufgrund der Tatsache, da ich mir schwer vorstellen konnte, wie man die Reihe fortsetzt. Und ja – es ist eine Fortsetzung, das wird jederzeit klar dargestellt und das ist auch gut so.

So wie Danny Ocean (George Clooney) im ersten Teil, wird auch seine Schwester Debbie (Sandra Bullock) zu Beginn des Filmes aus dem Gefängnis entlassen. Sie hat die Zeit hinter Gittern allerdings gut genutzt und jahrelang ein ganz großes Ding geplant, für welches sie allerdings Unterstützung benötigt. Dazu gehört ihre beste Freundin Lou (Cate Blanchett), die von Finanznöten geplagte Modedesignerin Rose (Helena Bonham Carter), die Schmuckherstellerin Amita (Mindy Kaling), die Computer-Hackerin Nine Ball (Rihanna), die Taschendiebin Constance (Awkwafina) und die Hehlerin Tammy (Sarah Paulson). Gemeinsam wollen sie die unbeteiligte Schauspielerin Daphne Kluger (Anne Hathaway) dazu bringen, bei einer Gala eine wertvolle Halskette zu tragen, die sie dann stehlen wollen.

Ocean’s 8 folgt dem Muster besonders des ersten Filmes. Ein groß angelegter Plan, der sich dem Zuschauer nur scheinbar enthüllt, am Ende noch ein paar mehr Ebenen offenbart und natürlich einige Wendungen parat hat. Für die Fans der Reihe gibt es dann noch zwei kleine Cameos von zwei Charakteren aus der ursprünglichen Trilogie, die ich hier zur Abwechslung nicht verrate.

Insgesamt ist der Film unterhaltsam, charmant und in meinen Augen auch besser, als gedacht. Die Chemie der Darstellerinnen ist super und neben Sandra Bullock, Cate Blanchett und besonders Helena Bonham Carter sticht besonders Awkwafina – was im Übrigen auch nur ihr Künstlername ist, die Rapperin heißt eigentlich Nora Lum – hervor. Sie spielt ihre Rolle sehr, sehr sympathisch und selbst Rihanna macht keine schlechte Rolle.

Ein bisschen schade finde ich es schon, dass es nie einen vierten Teil der regulären Reihe geben wird. Aber dies ist, besonders nach dem Tod von Bernie Mac und der Tatsache, dass man nach dem bescheidenen zweiten Teil mit Ocean’s Thirteen noch sehr gut die Kurve bekommen hat, vollkommen in Ordnung. Ich habe mich beim Ansehen sehr unterhalten gefühlt und die Skepsis hat sich absolut gelegt – stattdessen wünsche ich mir noch einen neuen Teil, auch wenn – natürlich – die Männer in diesem Teil die “Bösen” waren. Aber hey, James Corden zur Abwechslung wieder mal nicht Karaoke singen zu sehen, war auch okay.

Wertung: 7/10

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