Reviews, viddymovies

Review: Meg

Meg
The Meg

Trailer
Regie: Jon Turteltaub
Erscheinungsjahr: 2018
Laufzeit: 113 Minuten

Auch wenn pro Jahr vielleicht 100 Menschen von Haien angegriffen werden und bei diesen Angriffen vielleicht fünf Personen ums Leben kommen, wird kaum ein Raubtier in Filmen so fasziniert thematisiert, wie der Hai. “Der weiße Hai” (Jaws), “Deep Blue Sea”, “SHARKNADO”?! Und um die größte Haiart, die jemals auf diesem Planeten herumgeschwommen ist, bis zu 20 Meter groß werden konnte und seit Millionen von Jahren als ausgestorben gilt, geht es in “Meg” von Jon Turteltaub, der zuvor mit Filmen wie “Cool Runnings”, “Last Vegas” oder “Das Vermächtnis der Tempelritter” sogar ganz akzeptable Filme hinbekommen hat. Hier wagte er sich nun an die Film-Adaption von Steve Altens Buch “Meg: A Novel of Deep Terror”.

Auf großer Rettungsmission

Jonas Taylor (Jason Statham, lustigerweise selbst mal Schwimmer auf Olympia-Niveau gewesen, kein Witz) hat seine Karriere als Rettungsschwimmer an den Nagel gehängt nach einer schicksalsschweren Nacht, in welcher seine Truppe von einem riesigen Monstrum angegriffen wurde und trotz der Tatsache, dass er einige Leute gerettet hat, er letztlich doch für den Tod einiger Leute verantwortlich gemacht wurde. Klar, wer sollte ihm denn glauben, dass da wirklich ein riesiger, ausgestorbener Hai aufgetaucht ist? Jahre später stoßen seine Ex-Frau Lori (Jessica McNamee) und einige seiner alten Freunde in den Mariannengraben vor und entdecken, dass es dort weitaus tiefer runter geht, als erwartet.

Sie stoßen in das unbekannte Gewässer vor und treffen hier nicht nur auf einen riesigen Tintenfisch, sondern auch auf einen riesigen Hai – den Megalodon. Etwa DEN Megalodon? Für Jonas Grund genug sich überreden zu lassen, seiner Ex-Frau zu helfen und sich am Fisch zu rächen. Geleitet wird die Rettungsmission vom Geld des Milladärs Morris (Rainn Wilson aus “The Office”, mit dabei sind außerdem die Wissenschaftler Mac (Cliff Curtis, “Fear the Walking Dead”, “Sunshine”), Dr. Minway Zhang (Winston Chao), seine Tochter Suyin (Li Bingbing), Jaxx (Ruby Rose) und noch ein paar andere Leute, bei denen man sich weniger fragt ob, sondern wann sie Fischfutter werden. Besonders, als plötzlich nach dem Megalodon noch eine viel größere Gefahr droht.

Ganz frisch oder doch nur abgestandenes Wasser?

Meg sticht natürlich in alte Gewässer und ist nicht nur in mehreren Anspielungen eine Homage an “Der weiße Hai”. Generell wird die Geschichte recht flott, aber wissenschaftlich natürlich ohne Sinn und Verstand erzählt und weicht damit komplett von der Buchvorlage ab, wo irgendwo versucht wird realistisch zu erklären, wie der Hai überhaupt Millionen von Jahren in der Tiefsee überleben konnte. Hier im Film sieht der Fisch einfach aus, wie ein großer, weißer Hai, er schwimmt munter im Wasser herum und scheint keinerlei Anpassungsprobleme zu haben. Aber hey. Ich habe das Buch nicht gelesen und bin kein Meeresforscher, also was sollte ich mich darum scheren?

Tatsächlich war der “Twist”, in dem plötzlich – Achtung Spoiler – ein zweiter, größerer Megalodon auftauchte, der einfach so Kannibalismus betrieb, eine für mich überraschende Szene, bietet dem Film allerdings nur die Möglichkeit, alles noch einmal durchzuspielen. So unterschiedlich besetzt der Cast auch ist und obwohl eigentlich viele, sehr gute Schauspieler dabei sind, ist der Film letztlich in meinen Augen nichts Halbes und nichts Ganzes. Für einen Film, der sich selbst nicht ernstnehmen will – was streckenweise der Fall ist – sind einige Szenen viel zu Ernst und haben mich aus der Immersion gerissen, einen astreinen Popcorn-Film zu schauen. Für einen heftigen, bluten Thriller hätte der Film deutlich ein paar mehr schockierende Szenen gebraucht, anstatt bei so ziemlich jeder Fressorgie wegzublenden.

Fortsetzung folgt?

Meg ist kein Trash-Film, wie es etwa ein “Sharknado” ist, Meg ist allerdings auch kein spannender Film, wie etwa “Der weiße Hai”. Es ist ein Film mit einer interessanten Prämisse, teilweise sehr gutem CGI, der tatsächlich unterhaltsam ist, aber letztlich dann doch nur ein besserer B-Movie ist, der allerdings so erfolgreich war, dass tatsächlich ein zweiter Film droht. Ob die Haie unterwegs ein paar Babies geworfen haben? Oder taucht auch hier der Kronosaurus aus den Tiefen der Meere wieder auf? Ich muss zugeben, ich bin ein bisschen gespannt. Aber am Ende habe ich Jason Statham dann doch lieber mit einer Knarre, als mit einer Harpune in der Hand.

Wertung: 5/10 Punkte

Previous Post Next Post

You Might Also Like