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Review: Jurassic World

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Jurassic World
Originaltitel: Jurassic World

Regie: Colin Trevorrow
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 124 Minuten

Als 1993 nicht nur “Jurassic Park” öffnete, sondern damit auch eine unglaubliche Dino-Hysterie weltweit ausbrach, hat mich das als neunjährigen Knirps nicht die Bohne interessiert. So hat es also knapp 22 Jahre gedauert, bis ich mir den ersten Teil der Dinosaurier-Saga überhaupt mal angesehen habe. Im Gegensatz zu den Jüngern des Franchises, die dabei zusehen mussten, wie die Qualität über ” Vergessene Welt: Jurassic Park” und “Jurassic Park III” immer weiter abnahm, fehlt mir also absolut diese Nostalgie, die Fans des Franchises nun einmal haben. Dementsprechend war ich auch ein wenig skeptisch, da die Kritiken unter den Fans “Jurassic World” im Internet ja nicht unbedingt abgefeiert haben.

Doch ich selbst? Ich war positiv überrascht. Ich kann beispielsweise nicht sagen, dass die Dinosaurier im Original besser ausgesehen haben. Manche vielleicht, animatronische Modelle (also welche, die wirklich da stehen und sich mechanisch bewegen im Gegensatz zu computeranimierter CGI) haben mit Sicherheit einen gewissen Charme. Ich kann auch nicht sagen, dass die Story nun vor knapp 20 Jahren soviel origineller wahr… Jeff Goldblum mit offenem Hemd ist aber natürlich einfach nur heiß. Aber ich habe im Vorfeld mit dem Schlimmsten gerechnet und wurde sehr gut unterhalten.

Während nach der Vision von John Hammond aus dem ersten Teil aus dem alten Jurassic Park nun noch ein viel größerer Vergnügungspark entstanden ist, in welchem Tyrannosaurus Rex und der im Wasser schwimmende Mosasaurus als Hauptattraktionen nicht mehr so viele Besucher anlocken (obwohl der Park knackevoll ist), trainiert Owen Grady (Chris Pratt) an anderer Stelle ein Rudel Velociraptoren. Weil er es kann.

Währenddessen bekommt die Leiterin des Parks, Claire (Bryce Dallas Howard) Besuch von ihren Neffen Gray und Zach (Ty Simpkins und Nick Robinson), hat aber gar keine Lust sich um sie zu kümmern, da es viel interessanter ist, den neu gezüchteten Indominus Rex anzugucken. Der bricht aber genauso aus, wie das anschließende Chaos und Claire muss Owen Grady um Hilfe bitten, das Vieh wieder einzufangen. So simpel, so klar.

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Überall lauert die Gefahr und ich bin noch immer überrascht, dass der Film bei dem Bodycount eine Freigabe ab 12 erhalten hat. Chris Pratt trägt den Film erwartungsgemäß, hier und da gibt es mit Omar Sy (“Ziemlich beste Freunde”) und Irrfan Khan (“Life of Pi”) nette Nebendarsteller, tolle CGI-Effekte und einfach einen ganz klassischen Popcorn-Streifen mit vielen Anspielungen auf den ersten Teil.

Irgendwo zwischen Nostalgie und frischen, neuen Elementen. Man darf natürlich beim Plot keine Meisterleistung erwarten und muss vielleicht sein Gehirn zu Filmbeginn abstellen, aber wenn man das schafft, dann wird man auch unterhalten. Wie gesagt, ich fand ihn außerordentlich gut gelungen. Ich hätte den Film als Kind sehr gemocht und könnte ihn mir auch jetzt noch jederzeit anschauen.

Regisseur Trevorrow wird übrigens voraussichtlich Episode IX der Star Wars-Saga drehen. Bis 2019 ist allerdings auch noch viel Zeit, wer weiß ob die Pläne so bleiben.

Wertung: 7/10

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