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Review: Jumanji – Welcome to the Jungle

Jumanji: Willkommen im Dschungel
Originaltitel: Jumanji: Welcome to the Jungle

Regie: Jake Kasdan
Erscheinungsjahr: 2017
Laufzeit: 119 Minuten

 

Welcome to the Jungle, we like fun and games!

In welchem Film ist Dwayne Johnson eigentlich nicht vertreten? Als jahrelanger Wrestlingfan habe ich mir damals vorgenommen, wirklich jeden Film mit The Rock zu schauen, doch was mit “Welcome to the Jungle” (im Original: “The Rundown”), “Walking Tall” und Konsorten noch ganz gut geklappt hat, hatte sich dann mit Filmen aus der “Fast & Furious”-Reihe oder “G.I. Joe” endgültig erledigt. Und nein… “Baywatch” habe ich nicht geschaut.

Den originalen “Jumanji”-Film mit Robin Williams habe ich ebenfalls nie gesehen. Hey, sorry – ich weiß der Mann war ein toller Schauspieler, aber irgendwie haben mich solche Meisterwerke wie “Flubber” oder “Mrs. Doubtfire” einfach nie interessiert. Von daher kann ich keinen Vergleich ziehen, war aber irgendwie schon skeptisch, ob man nun eine über zwanzig Jahre alte Geschichte wieder aufwärmen muss.

Und wie wurde sie aufgewärmt? Alex Vreeke kommt über Umwege an das alte Jumanji-Spielbrett, welches einst für Chaos im Vorgänger sorgte. 1996 sind Brettspiele aber nicht mehr so angesagt, wie PlayStation-Games und deswegen kümmert sich Alex nicht um das Spiel, bis es sich in der Nacht in ein Videospiel verwandelt, ihn in seinen Bann zieht und Alex anschließend spurlos verschwindet. 20 Jahre später entdecken die sehr unterschiedlichen Teenager Spencer, Bethany, Fridge und Martha das Spiel und landen wenige Augenblicke später mitten im Dschungel.

Allerdings haben alle vier ihr Erscheinungsbild drastisch geändert. Aus dem schüchternen Spencer wurde der furchtlose, muskelbepackte Abenteurer Dr. Bravestone (Dwayne Johnson), das kräftige Football-Talent Fridge wurde der kleine Zoologe “Mouse” Finbar (Kevin Hart), die zurückhaltenden Martha wurde zur kampfbereiten Ruby Roundhouse (Karen Gillian) und aus der selbstverliebten Bethany wurde der dicke, alternde Kartograph Prof. Oberon (Jack Black). Gemeinsam müssen sie nun den Dschungel und den bösen Russel van Pelt (Bobby Cannavale) bezwingen und Jumanji retten.

Meine Güte, macht Jumanji Spaß. Ein witziges, actionreiches Abenteuer für groß und klein mit einem fantastischen Cast. Die Chemie von The Rock und Kevin Hart konnte man ja bereits in Central Intelligence bewundern, Karen Gillian sorgt mit ihrer britischen Awkwardness und etlichen Grimassen für tolle Lacher und Jack Black spielt die Rolle der überheblichen Bethany einfach in einem anderen Körper großartig weiter. Der Film ist mit mehreren Leveln aufgebaut wie ein Videospiel, bei dem das Quartett später unterstützt vom Piloten Jefferson McDonough (Nick Jonas) mehrere Aufgaben lösen muss, bis es zum großen Happy End und Selbstreflexion kommt. Aber der Weg dahin ist einfach ein tolles, kunterbuntes Abenteuer.

Inzwischen habe ich Jumanji tatsächlich zweimal im Kino gesehen und auch beim zweiten Mal den gleichen Spaß, den ich beim ersten Mal recht unerwartet hatte. Unerwartet auch, weil ich die anderen Filme, die Regisseur Jake Kasdan zuvor gedreht hat, vom Spaßfaktor oft ganz grausam fand (“Bad Teacher”, “Sex Tape”), mit Ausname wie “Nix wie raus aus Orange County” ebenfalls mit Jack Black und Colin Hanks in den Hauptrollen. Im Gegensatz zu anderen Sequels oder spirituellen Nachfolgern ehrt der zweite Jumanji in meinen Augen auch den Vorgänger und streut hierbei – wenn auch mit ganz anderen Spielregeln – einige Hinweise auf das Vorbild ein, so lebt McDonough in der Baracke, die einst Alan Parrish (Robin Williams im ersten Teil) gebaut hatte.

Als abschließende Frage bleibt nur, ob es nun zwingend notwendig war, dass mit The Rock ein weiteres, altes Franchise wieder auferlebt worden ist? Muss dieser Film das Label “Jumanji” tragen? Eigentlich nicht, der Film hätte auch mit einem anderen Namen und ohne Verbindungen wunderbar funktioniert. Aber dennoch zeigt dieser Popcorn-Streifen, dass man eine alte Idee wiederverwenden kann, ohne dabei sich selbst und den Vorgänger schlecht dastehen zu lassen. Eine absolute Empfehlung für einen kurzweiligen, schönen, spaßigen Streifen!

Wertung: 8/10

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