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Review: Game Night

Game Night

Regie: John Francis Daley & Jonathan Goldstein
Erscheinungsjahr: 2018
Laufzeit: 100 Minuten

Was gibt es Schöneres als ein Abend bei einem Quiz (kurze Schleichwerbung für das grandiose Seitenquiz an dieser Stelle) oder aber einen Spieleabend mit den besten Freunden? Für Max (Jason Bateman) und Annie (Rachel McAdams) gibt es nichts Besseres und so laden sie ihre Freunde regelmäßig zu tollen Abenden voller Spaß und Spannung ein und versuchen so ihre eigenen Probleme ein wenig zu überdecken.

Mit dem Kinderwunsch klappt es nicht so richtig, das Verhältnis zum Nachbarn, dem Polizisten Gary (großartig: Jesse Plemons, auch bekannt aus Breaking Bad, Fargo und der ersten Folge der vierten Staffel von Black Mirror) ist seit dessen Scheidung sehr merkwürdig und zu allem Überfluss hat sich Max’ Bruder, der in allen Belangen erfolgreichere Brooks (Kyle Chandler) selbst eingeladen – und verspricht der begeisterten Runde das Spiel ihres Lebens: Einer von Ihnen wird am Abend noch entführt und der Rest muss das Rätsel lösen und die Geisel befreien.

Was wie eine simple, actionreiche, leicht romantische Komödie klingt ist am Ende ein wahnwitziger Ritt voller Twists, Kanonen und Gefahr. Zum Einen entpuppen sich die “Entführer” als tatsächliche Kidnapper, denn die Schauspieler sind viel zu spät dran, zum Anderen ist bei Brooks doch nicht alles Gold, was so glänzt. Dazwischen müssen die drei Pärchen mit diversen anderen Problemen klarkommen – Max und Annie vorne weg, aber auch zwischen Kevin und Michelle kriselt es, nachdem Michelle berichtet, sie hätte etwas mit einem Prominenten gehabt und Ryan, der Frauenheld, der zu Spieleabenden sonst seine flüchtigen Instagram-Dates mitbringt, hat dieses Mal ein ganz anderes Kaliber am Start.

Game Night ist tatsächlich weitaus witziger, als es der erste Trailer vermuten lässt. Und überrascht den Zuschauer immer noch an einigen Stellen, bei denen man klischeehaft vielleicht etwas Anderes erwartet hätte. Jason Bateman spielt den naiven Trottel wie eh und je und sieht immer noch exakt so aus, wie in “Arrested Development” oder “Hancock”. Rachel McAdams versprüht ihren gewohnten Charme, der dümmliche Ryan (Billy Magnussen) hat etliche Lacher an seiner Seite und einer der größten Gags wird losgelassen, wenn Michelle (Kylie Bunbury) offenlegt, welchen Star sie wie kennengelernt hat.

Ein absolutes Highlight ist aber Jesse Plemons, der seine Rolle als einsamen, humorlosen Cop so großartig spielt. Unfassbar trocken, unfassbar witzig und immer in den richtigen Momenten an der richtigen Stelle.

Zum Schluss driftet der Film möglicherweise zu viel ins Abstruse ab und hätte vielleicht einen Plottwist weniger verkraftet. Dennoch hatte ich mit dem Streifen viel, viel mehr Spaß als erwartet und kann ihn daher für einen gemütlichen Filmabend nur weiter empfehlen. Eine der besseren Komödien der letzten Jahre!

Wertung: 7/10

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