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Review: Findet Dorie

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Review: Findet Dorie
Finding Dory

Regie: Andrew Stanton & Angus MacLane
Erscheinungsjahr: 2016
Laufzeit: 103 Minuten

Vor 13 Jahren landete Pixar mit “Findet Nemo” einen unglaublichen Hit. Die Abenteuer des verlorenen gegangenen Clownfisches mit “Glücksflosse” konnten nicht nur fast eine Milliarde US-Dollar, sondern auch den Academy Award als besten Animationsfilm einheimsen. Endlich geht es wieder unter den Meeresspiegel, Regisseur Andrew Stanton (“WALL·E”) hat sich Angus MacLane an die Seite geholt und gemeinsam für “Findet Dorie” eine Geschichte entwickelt, die nur ein Jahr nach der großen Suche nach Nemo spielt.

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Nemo (englischer Synchronsprecher: Hayden Rolance, deutscher Synchronsprecher: Vicco Clarén) lebt friedlich mit seinem Vater Marlin (Albert Brooks, bzw. Christian Tramitz) und dem vergesslichen Paletten-Doktorfisch Dorie (Ellen DeGeneres, Anke Engelke) am Great Barrier Reef vor der Nordostküste Australiens. Plötzlich aber erinnert sich Dorie, die sonst ein Gedächtnis hat wie ein Haufen Eintagsfliegen, an ihre Kindheit. An ihre Eltern, sowie ihre Heimat in Morro Bay, Kalifornien. Dorie will dort natürlich sofort hinreisen um ihre Eltern wiederzufinden, Nemo ist natürlich sofort Feuer und Flamme und letztlich steigt auch der ewig ängstliche Marlin ein und zu Dritt beginnt die große Reise, bei der Dorie verloren geht – und gefunden werden muss, die Fische den griesgrämigen Tintenfisch Hank (Ed O’Neill, Roland Hemmo), den kurzsichtigen Walhai Destiny (Kaitlin Olson, Rubina Nath) und den Weißwal Bailey (Ty Burrell, Axel Malzacher) kennenlernen und allerlei Gefahren trotzen müssen. Denn am Ende geht es sowieso nur um eine Sache: Findet Dorie.

Mehr gibt es zur reinen Geschichte tatsächlich nicht zu erzählen. Ein kunterbunter Spaß für die ganze Familie. Wer allerdings auf Clownfische steht, wird ein wenig enttäuscht sein, denn während Marlin noch hier und da irgendwas zur Handlung beiträgt, ist Nemo zum absoluten Nebendarsteller geworden. Verständlich, da es sich beim Film um Dorie dreht, aber auch irgendwie schade. Der mehr oder weniger heimliche Star ist die Krake Hank, der kein Oktopus, sondern ein ‘Septopus’ ist, da ihm ein Tentakel fehlt. Witzige Sprüche, irgendwo doch einen guten Funken in seinen drei Herzen, ein sehr guter, neuer Charakter.

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Natürlich verändert “Findet Dorie” nichts am Erfolgskonzept. Ein fischiger Charakter ist weg, die anderen versuchen ihn zu finden und zu unterstützen. Es gibt ein Wiedersehen mit der Schildkrötenkolonne und auch andere Lebewesen aus dem ersten Teil könnten möglicherweise einen kurzen Auftritt haben. Der Film ist ein kleiner, nostalgischer Trip, der durchaus unterhaltsam ist, aber qualitativ nicht an den Vorgänger rankommt. Ob das allerdings der Anspruch war, kann ich nicht beantworten. Dennoch schön, dass es endlich mit dem zweiten Teil geklappt hat, der im Übrigen jetzt schon heftig eingeschlagen hat und nicht nur bisher der dritterfolgreichste Film des Jahres ist (hinter “The First Avenger: Civil War” und “Zoomania”), sondern auch der zweiterfolgreichste Pixar-Film aller Zeiten nach “Toy Story 3”.

Sehr positiv hervorheben möchte ich zum Abschluss noch “Piper”, den Kurzfilm vor “Findet Dorie”. In einer simplen Geschichte gibt es hier eine Menge Schnepfenvögel (englisch: “Sandpiper”) zu sehen, die am Meer leben und zwischen den einzelnen Wellen auf Futterjagd gehen. Ein kleines Küken hat besondere Angst vor dem Wasser, schafft es diese aber dann doch zu besiegen. Unglaublich niedlich und mit die beste Animation, die ich bisher in meinem Leben gesehen habe.

Wertung: 6/10

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