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Review: Fast Verheiratet

Fast Verheiratet
The Five-Year Engagement


Regie: Nicholas Stoller
Erscheinungsjahr: 2012
Laufzeit: 124 Minuten

Ich habe ein Faible für Rom Coms mit Jason Segel. So, jetzt ist die Katze aus dem Sack, aber ich muss einfach dazu stehen. Ich nerve meine Umwelt mit meiner Zuneigung für “Nie wieder Sex mit der Ex” (“Forgetting Sarah Marshall”), der einfach so cooles Urlaubsflair verbreitet und so sympathisch ist, dass es tatsächlich eine meiner Lieblingskomödien ist, obwohl der Film gar kein Meisterwerk ist. Aber er ist nett. Positiv. Ich mag “Trauzeuge gesucht” (“I Love You, Man”) sehr, der in ähnliche Richtung geht. Und nach fast sieben Jahren habe ich mich auch mal an “Fast Verheiratet” herangewagt, der im Übrigen vom gleichen Regisseur ist, wie “Forgetting Sarah Marshall”, der außerdem unter anderem für die “Bad Neighbors”-Reihe verantwortlich ist.

Tom (Segel) und Violet (Emily Blunt) lernen sich auf einer Silvesterparty in ihrer Heimatstadt San Francisco kennen. Ein Jahr später macht Tom seiner Angebeteten einen Heiratsantrag, doch die geplante Hochzeit verschiebt sich mehr und mehr, besonders nachdem Violet eine auf zwei Jahre befristete Postdoc-Stelle an der Universität von Michigan angeboten bekommt. Tom zögert keine Sekunde, zieht mit seiner Verlobten um, gibt seine berufliche Karriere als Küchenchef auf um Violet die Möglichkeit zu geben, als Psychologin an Forschungsprojekten zu arbeiten. Doch die Stelle wird verlängert, Tom fühlt sich in Michigan nicht wohl und aus der geplanten Hochzeit wird nichts, womit die Probleme zwischen den Beiden immer größer werden.

Was wie ein kleines Familiendrama klingt, wird durch den typischen Humor und charmante Schauspieler aufgelockert. Die Chemie zwischen Blunt und Segel ist toll (immerhin der dritte, gemeinsame Film nach “Gullivers Reisen” und “Die Muppets”) und ich war unfassbar überrascht, wie gut Emily Blunt in romantischen Komödien spielen kann, ich kenne sie sonst eher aus ernsteren Rollen wie in “Edge of Tomorrow”, “Sicario”, “The Girl on the Train” oder “A Quiet Place”. Vorher ist sie mir tatsächlich kaum aufgefallen.

Ebenso überraschend war es zu sehen, wer sonst in dem Film noch mitspielt. Bevor er zu Peter Quill / Star-Lord wurde, spielt Chris Pratt hier Toms besten Freund Alex, Alison Brie (“GLOW”) als Violets Schwester Suzie hätte ich fast nicht erkannt, Mindy Kaling (u.a. “The Office”, “Ocean’s 8”), Kevin Hart (u.a. “Jumanji”, “Central Intelligence”), Rhys Ifans (u.a. “The Amazing Spider-Man”), Dakota Johnson (“Fifty Shades of Grey”), Randall Park (u.a. “Ant-Man”, “The Interview”) oder Brian Posehn (Bert aus “The Big Bang Theory”). Der Cast ist großartig und es ist wahnsinnig interessant so viele Schauspieler zu sehen, bevor sie ihren großen Durchbruch hatten, wie etwa Alison Brie oder Dakota Johnson.

Die Story wird niemanden überraschen. Natürlich nicht. Aber das muss ja auch nicht immer sein. Stattdessen gibt es eine charmante, sehr angenehme Komödie, die vielleicht eine Spur zu lang ist, aber dennoch sehr unterhaltsam ist und von mir mit Sicherheit noch das eine oder andere Mal geschaut wird.

Wertung: 6/10 Punkte

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