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Review: Everest

Everest
Everest
Originaltitel: Everest

Regie: Baltasar Kormákur
Erscheinungsjahr: 2015
Laufzeit: 120 Minuten

“Everest” ist ein Film, der sich natürlich nicht nur um den weltweit bekannten Berg dreht, sondern auch eine hochdramatische, tatsächlich passierte Geschichte auf die Leinwand transportiert. Ein Mammutprojekt des isländischen Regisseurs Baltasar Kormákur, dessen bekanntester Film zuvor wohl “2 Guns” mit Denzel Washington und Mark Wahlberg in den Hauptrollen war.

Um den Plot kurz zu erläutern: Im Mai 1996 gibt es viele kommerzielle Anbieter, die eine Bergsteigung der Spitze des Mount Everests anbieten. Zwei Gruppen, jeweils angeführt von Rob Hall (Jason Clarke, “Zero Dark Thirty”) und Scott Fisher (Jake Gyllenhaal) machen sich also auf, gemeinsam mit Kunden wie Beck Weathers (Josh Brolin, “Oldboy”, “Men in Black 3”) den gefährlichsten Berg der Welt zu erklimmen. Simple as that. Und das gelingt auch, wie man schon im Trailer erkennen konnte, womit ein wichtiger Teil des Films an Spannung verliert, dennoch aber gefühlt mehr als die Hälfte der Laufzeit dafür aufwendet.

Der Film basiert wie bereits eingangs erwähnt auf tatsächlich wahre Begebenheiten und zeigt auch das eigentliche Drama, als sich ein gewaltiger Schneesturm anbahnt, der die Gruppen kurz nach dem Erreichen der Spitze erwischt. Die bisher durchaus bestehende Gefahr steigt damit natürlich gewaltig an und die Katastrophe fordert auch zahlreiche Opfer.

Eine Geschichte, die in Wahrheit sogar noch um einiges schlimmer war, als der Film es zeigt. Tatsächlich sind die Bilder wirklich gewaltig und sehr, sehr beeindruckend. Und auch an Drama wird nicht gespart. Was allerdings fehlt sind die schauspielerischen Hochleistungen und mit wenigen Ausnahmen auch das Gefühl, die Emotionen für die Charaktere. Die meisten von Ihnen sind einfach da. Und dann eben nicht mehr.

Everest Still

Wir sollen bei Rob Hall mitfiebern, weil er eine schwangere Frau (Keira Knightley) zuhause hat. Welche Position Beck Weathers eigentlich hat, bleibt unklar, dennoch hat seine Frau (Robin Wright) Geld und Mittel mal einen einen Helikopter zum Everest zu schicken. Okay. Die Basis bleibt leider absolut flach und in knapp zwei Stunden bleibt keine Zeit, den Zuschauer und die Figuren zusammenzuführen. So ist das Ableben diverser Nebencharaktere eben nur Mittel zum Zweck und eine Nacherzählung wahrer Begebenheiten, aber nie mit besonders viel Emotion verbunden.

Dafür gibt es beeindruckende Szenen bei dieser eiskalten Katastrophe, bei der man es aber versäumt hat, außer den Bildern irgendetwas Nachhaltiges zu liefern. Sieht gut aus, ist aber nicht viel drin.

Wertung: 5/10

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