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Review: Escape Room

Escape Room

Regie: Adam Robitel
Erscheinungsjahr: 2019
Laufzeit: 100 Minuten

Bei dem Boom um Escape Games war es nur noch eine Frage der Zeit, bis Hollywood die Thematik aufgreift und hier ist er – der Film, der die allseits beliebte Frage stellt “Was wäre wenn eine Gruppe von vollkommen Fremden in eine scheinbar ausweglose Situation gesteckt wird und ums Überleben kämpfen muss”. Okay. Hat man schon gesehen in Cube oder SAW II und deswegen ist das Schema irgendwo schon bekannt, aber am Ende geht es nicht immer um die Originalität der Idee, sondern vielleicht auch wie sie umgesetzt worden ist und deswegen tauchen wir direkt in der ersten Szene hinein in den Überlebenskampf.

Doch lernen wir die Charaktere kennen: Physikstudentin Joey (Taylor Russell), Regalauffüller Ben (Logan Miller), die ehemalige Soldatin Amanda (Deborah Ann Woll, “True Blood”, “Daredevil”), Makler Jason (Jay Ellis), Bergarbeiter Mike (Tyler Labine, “Tucker and Dale vs. Evil”) und Escape Room-Fanatiker Danny (Nik Dodani) wurden allesamt eingeladen, am größten und spektakulärsten Escape Room von Minos teilzunehmen. Es winkt ein tolles Preisgeld, wenn sie den Raum bezwingen, was natürlich noch Niemandem gelungen ist. Das Sextett trifft sich in einem Wartezimmer, lernt sich kennen und entdeckt nach kurzer Zeit, dass das Spiel bereits begonnen hat, denn sie können den Raum nicht mehr verlassen. Also suchen sie nach Hinweisen und lösen dabei einen Mechanismus aus, der den Raum in einen riesigen, heißen Ofen verwandelt. Jetzt gilt es im wahrsten Sinne des Wortes, dem Escape Room zu entkommen.

Wie eingangs erwähnt ist das Schema des Films natürlich schon bekannt und richtigerweise hätte der Film “Escape Rooms” heißen müssen – plural – denn er schickt die Protagonisten nicht nur durch verschiedene Räume, sondern auch auf eine Reise durch ihre Vergangenheit. Und letztlich geht es darum zu sehen, wer den größten Überlebenswillen hat.

Die sechs Charaktere, die den Film tragen sollen, sind alle relativ eindimensional und abgesehen von Taylor Russell und Tyler Labine auch komplett austauschbar. Große Sympathien hegt man mit keiner der Hauptpersonen, weswegen das ein oder andere Ableben auch verkraftbar ist. Am Ende gibt es dann natürlich noch eine große Auflösung und sogar einen kleinen Blick in die Zukunft, denn der Film war ein kommerzieller Erfolg und Franchises machen sich natürlich besser, als Stand-Alone-Filme.

“Escape Room” ist für das, was es ist, durchaus unterhaltsam. Ein kleiner Popcorn-Thriller, der natürlich vorhersehbar ist, das Rad nicht neu erfindet, aber dennoch ein paar nette Ideen hat. Bei einem gemütlichen Abend vor dem Fernseher im Wohnzimmer macht man nichts falsch und wird sich auch amüsieren, wenn man sich drauf einlässt. Mehr braucht man aber nicht zu erwarten.

Wertung: 5/10

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