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Review: Edge of Tomorrow

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Edge of Tomorrow 

Regie: Doug Liman
Erscheinungsjahr: 2014
Laufzeit: 113 Minuten

Wo Tom Cruise mitspielt, da kracht es an allen Ecken und Enden – auch wenn der Film “Tropic Thunder” heißt. Cruise, der vor Jahren auch noch in Dramen und Thrillern wie “Vanilla Sky”, “Eine Frage der Ehre” oder “Eyes Wide Shut” mitspielte, beschränkt sich heutzutage weitestgehend auf knallenden Actionfilmen. “Oblivion”, “Mission: Impossible”, “Jack Reacher” – egal, wie er in den Filmen auch heißt, am Ende bekommt man immer einen Tom Cruise-Actionstreifen. Bevor er im nächsten Jahr die Mumie wiederbeleben darf, habe ich es endlich geschafft, mir den hochgelobten Sci-Fi-Actionstreifen “Edge of Tomorrow” anzuschauen, der oft auch “Live. Die. Repeat.” genannt wird, was nicht unbedingt die beste Tagline ist.

Das wahr gewordene Videospiel bringt Cruise als Major William Cage direkt in den Krieg gegen eine hochintelligente, hochentwickelte und blitzschnelle Alienrasse – genannt die Mimics. Die haben in Europa angegriffen und breiten sich seitdem über die Erde aus. Gut, eigentlich steht er sonst für Kameras und spricht über den Krieg, doch General Brigham (Brendan Gleeson) entscheidet, dass Cage seinen ersten, richtigen Kampfeinsatz bei der Operation Downfall haben soll, bei dem der erste, richtige Gegenschlag in Frankreich stattfinden soll. Es kommt zur Auseinandersetzung, Cage wird gefangen genommen und verliert das Bewusstsein.

Er erwacht in der Basis am Flughafen Heathrow, unsanft geweckt durch einen Tritt und in Handschellen. Degradiert zum einfachen Soldaten wird er in die J-Einheit gesteckt, die an vorderster Front kämpfen soll. Er versucht Master Sergeant Farell (Bill Paxton) die Sitation zu erklären, doch es gibt kein Entkommen. Am nächsten Tag steckt Cage in einer schweren Kampfrüstung und gerät mit seiner Einheit in einen Hinterhalt der Mimics am französischen Strand. Als ein besonderes Exemplar ihn angreift, weiß sich Cage nur mit einer explosiven Selbsttötung zu retten. Ein kurzes Vergnügen.

Er erwacht in der Basis am Flughafen Heathrow, unsanft geweckt durch einen Tritt und in Handschellen. Degradiert zum einfachen Soldaten… moment Mal. Der gleiche Tag? Das gleiche Szenario? Schnell stellt Cage fest, dass er in einer Zeitschleife gefangen ist. Egal, was er tut oder sagt, er wird immer wieder zum Strand geschickt und egal, was er dort versucht, er wird immer wieder von den Mimics getötet. Mit der Zeit lernt Cage zwar an Kampferfahrung dazu, aber sieht kein Entkommen aus der Zeitschleife, bis er auf Sergeant Rita Vrataski trifft, den Engel von Verdun, der einzigen Schlacht, in der die Menschheit je zurückschlagen konnte. Cage erfährt, dass auch sie einst in einer Zeitschleife steckte und beide versuchen nun gemeinsam, nicht nur die Mimics, sondern auch die Zeit zu überlisten, damit die Menschheit eine Chance auf ein Fortbestehen hat.

“Edge of Tomorrow” basiert auf der japanischen Light Novel “All You Need Is Kill” von Hiroshi Sakurazaka und ist so verblüffend nah an einem Videospiel, wie es nicht einmal Videospiel-Adaptionen schaffen. Das stetige Ableben von Tom Cruises Charakter und der ständige Restart ist wahrscheinlich der Traum all jener, die mit dem Scientologen als Schauspieler nichts anfangen können. Darüber hinaus ist der Actionkracher absolut bildgewaltig und macht eine Menge Spaß, auch wenn die Geschichte über die Mimics und warum William Cage den Tag immer wieder erlebt, nicht nur ein wenig abstrus wirkt.

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Vom Prinzip trifft hier “Und täglich grüßt das Murmeltier” auf “Source Code” von Duncan Jones und fügt noch eine ordentliche Prise “Mission: Impossible” dazu. Das Einzige, was man Tom Cruise hier – und in all seinen anderen Filmen – vorwerfen kann ist, dass er sich einfach äußerlich null einer Rolle anpasst oder irgendwie optisch verändert. Das ist natürlich gravierender im Fall zwischen Ethan Hunt und Jack Reacher, nervt mich aber persönlich generell. Darüber hinaus hatte ich mit “Edge of Tomorrow” eine Menge Spaß, die Mimics sind wundervoll unberechenbare Gegner und auch wenn das Hauptaugenmerk natürlich auf Cruise und Emily Blunt liegt, die in Actionfilmen weitaus besser rüberkommt, als ich je gedacht hätte, kann der ganze restliche Cast in seinen minimalen Nebenrollen überzeugen.

Wertung: 7/10

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