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Review: Central Intelligence

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Central Intelligence
 

Regie: Rawson Marshall Thurber
Erscheinungsjahr: 2016
Laufzeit: 107 Minuten

Nachdem er seine Karriere in Hollywood als Scorpion King in “Die Mumie kehrt zurück” startete, ging Dwayne Johnson schnell dazu über, sein komödiantisches Talent auf der Leinwand zu präsentieren. Ob als Eishockey spielende Zahnfee (“Zahnfee auf Bewährung”), als Football spielender Vater (“Daddy ohne Plan”) oder als latent schwuler Cowboy-Bodyguard (“Be Cool”). Es folgten etliche Actionfilme, die den Teilzeit-Wrestler in Hollywoods höchste Sphären katapultierten und ihm den Ruf einbrachten, Franchises wie “G.I. Joe” oder “The Fast and the Furious” neues Leben einzuhauchen. Die sehenswerten Filme von Kevin Hart hingegen, konnte man bisher an einer Hand abzählen. Spontan fällt mir sogar nur “Scary Movie 3” ein, wo er eine kleinere, aber lustige Rolle hatte. Sonst macht sich der 1,63m große Hart als Stand-Up Comedian einen Namen.

In “Central Intelligence” stehen Johnson und Hart das erste Mal gemeinsam vor der Kamera. Der Trailer verspricht schon einmal die Grundprämisse des Films: Calvin “The Golden Jet” Joyner (Kevin Hart) ist der beliebteste Junge an der High School. Brillant, athletisch und wortgewandt steht er vor einer großen Karriere. Robbie Weirdicht (Dwayne Johnson und ja… es spricht sich wie “weird dick”) ist ein kleiner, sehr übergewichtiger Junge, der am liebsten unter der Dusche trällert und am anderen Ende der Nahrungskette steht. Während sich die ganze Schule über Robbie lustig macht, steht Calvin ihm in seinem schlimmsten Moment als Einziger an der Seite.

20 Jahre später hat Calvin es geschafft: Er versauert als Buchhalter in einer Firma, wird nie befördert und ist unzufrieden mit sich und seinem Leben. Da taucht auf einmal Robbie als Bob Stone wieder auf. Riesig, muskelbepackt und voller Begeisterung für Calvin. Die beiden ziehen gemeinsam um die Häuser, doch als am nächsten Morgen die CIA vor Calvins Tür steht und Bob, ebenfalls CIA-Agent, wegen Hochverrats verhaften will, steckt Calvin in einer viel größeren Krise, als er dachte.

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Bereits im Trailer sind etliche Lacher zu finden, doch tatsächlich sind das nicht einmal die besten Gags des Films. Dwayne Johnson und Kevin Hart haben eine unglaubliche Chemie und bringen sich gegenseitig mit One-Linern aus der Fassung. Dies liegt sicher auch an Regisseur Rawson Marshall Thurber, der zuvor mit “Dodgeball – Voll auf die Nüsse” und “Wir sind die Millers” gezeigt hat, dass er seichtere Comedy drauf hat und das Ganze auch noch mit einer ordentlichen Prise Action verbinden kann. Am Besten gefallen mir aber die für solch einen Film durchaus interessant dargestellten Charaktere. Während bei Kevin Hart jeder mitfühlen kann, der Ziele und Pläne für sein Leben hatte und sich fühlt, als wäre man doch irgendwie in einer Sackgasse gelandet, ist Dwayne Johnsons Rolle nicht einmal nur ein Pistole zückender Supercop, sondern Jemand, der – besonders wenn er damit konfrontiert wird – noch enorm unter seiner Vergangenheit leidet.

Wenig innovativ ist die Story an sich. Natürlich gibt es obligatorische Twists und Kniffe, aber die riecht man eben meilenweit gegen den Wind. Das ist allerdings gar nicht schlimm, da es beim Film nicht darum geht, den Zuschauer durch Wendungen zu überraschen, sondern einfach von vorne bis hinten zu unterhalten. Dies gelingt mit den Hauptdarstellern und den vielen Nebenrollen und Cameos durch Leute wie Jason Bateman, Amy Ryan oder Aaron Paul. Nur bei Melissa McCarthy stöhnte das ganze Publikum – ich verstehe gar nicht, warum…

CENTRAL INTELLIGENCE

Central Intelligence ist ganz leichte Kost. Aber macht enorm Spaß. So viel Spaß, dass man sich fast schon darauf freut, dass Johnson und Hart für das “Jumanji”-Remake erneut gemeinsam vor der Kamera stehen werden. Ob man dieses Remake letztendlich braucht, steht jedoch auf einem anderen Blatt.

Wertung: 7/10

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