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Die (bisher) zehn besten Songs des Jahres 2015

Sowohl bei Genickbruch.com, als auch bei WrestlingGames.de habe ich Threads eröffnet um zu fragen, was die User bisher als die zehn besten Songs des Jahres ansehen. Und was da nicht alles für unterschiedliche Bands und Lieder genannt werden, Überschneidungen gibt es wirklich kaum. Von Power Metal bis zu Deutsch-Rap ist wirklich alles dabei.

Natürlich habe ich mich auch selbst an eine Liste gesetzt und einen Beitrag dafür geschrieben. Diesen könnt ihr hier nachlesen.

10in2015

Für mich ist das wirklich auch eine sehr, sehr schwere Aufgabe, da in diesem Jahr bereits einiges an tollem Material rausgekommen ist. Dies hier wird dennoch eine sehr spontane Liste und es kann gut sein, dass einige Songs am Ende des Jahres (wenn ich die “20 in 2015” mache) einige Songs sogar rausfliegen, weil sie mich inzwischen nerven oder eben überholt worden sind. Doch legen wir mal los.
Angefangen habe ich mit einer Sammlung der Songs, die dafür in Frage überhaupt in Frage kommen und habe letztendlich bei 22 Liedern aufgehört, weitere in die Playlist zu schmeißen. Dann habe ich aussortiert. Anschließend habe ich versucht, diese in eine bestimmte Reihenfolge zu bringen und bin daran gnadenlos gescheitert. Deswegen ohne Rangliste, einfach zehn Songs, die mir dieses Jahr besonders gefallen haben.

Brandon Flowers – “Can’t Deny My Love”
Ich musste mich beim zweiten Solo-Album des The Killers-Frontsängers (welches ich im Übrigen hier rezensiert habe) zwischen “I Can Change” und diesem Lied hier entscheiden. Letztendlich geht der Erstgenannte besser ins Ohr – was nicht zuletzt am Bronski Beat-Sample liegen dürfte – aber mehr geflasht hat mich damals die erste Single aus “The Desired Effect”. Pompös, voller Emotionen und eine Spur HAIM. Gefällt mir immer noch sehr, sehr gut!

Everything Everything – “Distant Past”
Auch eine sehr schwere Entscheiden, für welches Lied ich mich beim Album “Get to Heaven” entscheide. “Regret” ist verdammt eingängig und Song, der live mit einer gut aufgelegten Crowd echt geil rüberkommen muss. Letztendlich wähle ich aber auch hier den ersten Song des Albums, den ich gehört habe, der einfach meiner Meinung nach mehr nach EE klingt und in ähnliche Kerben schlägt, wie “Cough Cough” oder “Kemosabe”. Abschreckend für Leute, weil es eben nicht leicht zugänglich ist, aber komplex und detailverliebt. Anhören! Beides am Besten.

Fall Out Boy – “Uma Thurman”
Keine Ahnung wie sie das machen, aber irgendwie kriegt man Fall Out Boy nicht tot. Wenn man auf diese poppige Rockmusik steht, liefert FOB mit jedem Album genau das, was man an ihnen mag. Generell ist das komplette Album “American Beauty/American Psycho” sehr gut gelungen, aber verliebt habe ich mich in “Uma Thurman”, was besonders an einem Sample im Song liegt: Die Titelmelodie der Serie “The Munsters”. Wie geil ist das bitte? Ich feier es!

Life of Dillon – “Overload”
Vollkommen unbekannt tauchte dieser Song plötzlich in einer Empfehlung im Frühling auf und war mein erster Sonnenstrahl in diesem Jahr. Einfacher Beat, ein paar Gitarren und Gesang – fertig. Während der Rest des Albums schnell wieder in der Vergessenheit verschwand, kann ich “Overload” noch immer hören und fühle mich gleich, als wäre ich am Strand. Ein Glückstreffer für Life of Dillon. Und für mich.

Madcon feat. Ray Dalton – “Don’t Worry”
Ja, es ist stinknormaler Pop. Etwas, das im Radio rauf und runter gespielt wird und deswegen schnell nervt – da ich kein Radio höre, kann ich selbst entscheiden, wann ich die Jungs von Madcon, die alle drei Jahre wieder aus der Versenkung kommen und Ray Dalton – der Macklemores “Can’t Hold Us” unsterblich gemacht hat – hören kann. Eine Bassline direkt aus dem Funk, ein Beat zum Bouncen und ein Refrain zum Mitsingen. Mehr braucht man nicht um mich glücklich zu machen. Guilty Pleasure aus dem ganz, ganz einfachen Bereich.

Jarryd James – “Do You Remember”
Intensiv. Simplifiziert. Aufs Wesentliche reduziert. Wo auch immer Jarryd James plötzlich hergekommen ist – Australien im Übrigen – und entfernt angelehnt an Lorde, die einen gemeinsamen Produzenten haben, James’ Mischung aus sattem Pop und elektronischen Elementen hat sich tief ins Ohr eingeschlichen. Bin gespannt, wie es mit ihm weitergeht.

Michael Calfan – “Treasured Soul”
Ich bin absolut kein Fan des derzeit vorherrschenden Trends irgendein Lied zu nehmen, die Geschwindigkeit zu erhöhen, einen minimalen Beat draufzuklatschen und das Ganze dann als “Random Guy Remix” auf die Charts loszulassen. Wirklich, sehr, sehr anstrengend und billig. Schön aber, dass es Leute wie Michael Calfan gibt, die House ihren eigenen Stempel aufdrücken können, tanzbar sind und ins Ohr gehen. Calfan war bisher gemeinsam mit Kygo die Perle in diesem elektronischen Jahr, welches von Kommerzlümmeln wie Felix Jaehn oder die erbärmlichen Wichten wie “Gestört aber GeiL” ziemlich gebeutelt wurden. Weiter so, bitte.

Tei Shi – “Bassically”
Ich bin mir bei der Argentinierin noch unsicher, ob sie wirklich schon ihren Sound gefunden hat. Dafür klingen Songs wie “Go Slow” und “Nevermind the End” einfach zu unterschiedlich. Und doch irgendwie wie aus einem Guss. Sehr interessant das Ganze und Tei Shi dabei zuzuhören, wie sie ihren Weg geht. “Bassically” mit dem langsamen Aufbau, mit dem pulsierenden Bass, mit ihrer Stimme sticht da für mich noch ein wenig heraus. Leichte Anleihen bei modernem RnB, gar nicht so weit weg von FKA twigs, Banks, Movement und Konsorten.

The Weeknd – “Can’t Feel My Face”
Ein gutes Jahr für The Weeknd, der nach dem Song auf dem “Fifty Shades of Grey”-Soundtrack nun mit diesem Radio-Song und einem komplett bekloppten Video den Durchbruch geschafft hat. Sexy, Smooth, jetzt schon ein moderner Klassiker. Könnte den Song tatsächlich den ganzen Tag hören und gönne dem Jungen den Erfolg, da er offensichtlich eine ganze Bandbreite an Musik zu bieten hat. Experimentieller Rnb wie bei “The Hills”, Chartstürmer mit Ariana Grande, elektronische Crossover mit Kygo und Kavinsky und nun eben so einen Banger. Sehr geil.

Kendrick Lamar – “King Kunta”
Es wäre ein Frevel diesen Song aus DEM Album des Jahres nicht zu nennen. Straighter Rap, direkt und nach vorne. Kendrick Lamar ist seit Jahren ein Geheimtipp gewesen – spätestens seit “i” ist er das allerdings nicht mehr und legte mit “To Pimp a Butterfly” das am besten bewertete Album bei Metacritic in diesem Jahr hin. “King Kunta” ist Old School und dennoch ziemlich frisch. Wer auf Rap steht und diesen Song nicht kennt, lebt unter irgendeinem Stein.

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