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20 in 2018: Years & Years – “Palo Santo”

Years & Years – “Palo Santo”
aus dem Album “Palo Santo”

Jedes Jahr habe ich Songs in meinen 20 in-Listen, bei denen ich weiß, dass sie mich in den kommenden Jahren begleiten werden. Die einen so kraftvollen Eindruck hinterlassen, dass sie in der nächsten Zeit in nahezu jeder Playlist landen, die ich immer wieder hören kann und will, die ab diesem Augenblick zu meinem Leben gehören. 2014 beispielsweise “MOVEMENT” oder “The Phoenix”, 2015 “Shine A Light” oder “Can’t Deny My Love”, 2016 passen “Auld Wives” und “Prodigal Son” in diese Kategorie und 2017 sind “Phenomenal” und “City Lights” solche Kandidaten. Ich werde noch eine ganze Weile “Palo Santo” im Ohr haben.

Dabei verbindet mich mit Years & Years eine kleine Hassliebe. Ich hatte mich damals sehr mit den Nominierten der BBC-Reihe “Sound of 2015” in zwei Teilen beschäftigt (Teil 1 und Teil 2) und muss mich wie im zweiten Teil angekündigt vom Gegenteil überzeugen lassen. Auch wenn mir damals Künstler wie Shura, Kwabs oder Raury besser gefallen haben, sind es doch neben James Bay nur Years & Years die heute noch eine musikalische Relevanz haben. Und was für eine!

Während “Desire”, sowie besonders “Shine” und “Kings” noch immer recht gut ins Ohr gehen, war doch recht neugierig, was das Trio auf dem zweiten Album so vollbringt und bin noch immer hin und weg über einige der Songs. Während “If You’re Over Me” ein niedlicher Pop-Song ist, der wie geschaffen für irgendeine Werbung ist und auch Songs wie “All For You” oder “Karma” ganz okay sind, haben mich besonders zwei Lieder auf dem Album sehr überzeugt.

“Howl” ist ein minimaler Elektropop-Song, der sich wirklich auf das Mindeste beschränkt und zum Mitsingen einlädt und im Übrigen nur auf der Deluxe Version des Albums zu finden ist – Danke, Spotify. Der titelgebende Track “Palo Santo” ist es allerdings, der mich komplett umgehauen hat. Ganz abseits von Einflüssen der 90er, vom Pop, von der Tanzfläche, stattdessen ist der Song ein emotionaler Ritt, der mich von der ersten Sekunde überzeugt hat und seit Anfang des Jahres in meinen Playlists nistet. Ich irre mich echt gerne, wenn dabei so etwas Gutes herauskommt!

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