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20 in 2018: Mike Shinoda – “Crossing A Line”

Mike Shinoda – “Crossing A Line”
aus dem Album “Post Traumatic”

Es gibt Songs in dieser Serie, da weiß ich lange bevor der Eintrag von mir geschrieben wird, welche Worte ich wählen will. Manchmal ist der Prozess etwas spontaner, ich setze mich hin, höre den Song und schreibe, was mir dazu einfällt. Selten ist es mir so schwer gefallen, wie bei diesem Eintrag, die richtigen Worte zu wählen. Persönlich würde ich mich nicht als Linkin Park-Superfan bezeichnen, auch wenn ich jedes Album seit dem ersten Song “One Step Closer” wirklich eingehend durchgehört habe. Und ich höre selten Alben komplett durch.

Für Jemanden wie mich, der Linkin Park zwar viel, aber nicht so intensiv hört, wie es wirkliche Fans der Band machen, war der Freitod von Chester Bennington dennoch schon etwas, woran ich zu knabbern hatte. Wie muss es dann erst Jemanden von der Band selbst gegangen sein? Genau dies verarbeitet Mike Shinoda in seinem Album, dem ersten Werk, welches er unter seinem richtigen Namen veröffentlicht, nachdem er seine Hip Hop-Songs zuvor unter dem Namen “Fort Minor” auf den Markt brachte.

“Post Traumatic” ist ein emotionaler Ritt, eine Art Therapie für Shinoda, der wusste, dass er seine Emotionen musikalisch verarbeiten muss. Er hat dies schon immer getan, ob als Teil von Linkin Park oder Alleine. Während die ersten drei Songs (u.a. “Over Again”) als Erstes entstanden und den Trauer- und Verarbeitungsprozess deutlich machen, steckt in anderen Songs viel mehr Hoffnung. 

Ob Fort Minor oder Dead By Sunrise, ob grandiose Linkin Park-Alben wie “Meteora” und “Minutes To Midnight” (was tatsächlich mein Lieblings-Album ist) oder nun das Solo-Material von Mike Shinoda, aus dem ich etliche andere Songs hätte auswählen können, weil sie einfach richtig gut sind, wie etwa “Ghosts”, “Make It Up As I Go” mit K.Flay oder “Running From My Shadow” mit grandson – es sind Songs, die mich noch einige Jahre begleiten werden.

Und die Musik von Linkin Park wird ewig weiterleben. Auch dank solcher Auftritte wie von Mike Shinoda beim Reading Festival. Hoffnung ist verdammt wichtig. Positive Gedanken sind verdammt wichtig. Aufstehen ist wichtig, wenn man gefallen ist. Daran muss man ab und an erinnert werden – Danke, Mike Shinoda, für ein kleines bisschen Hoffnung.

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