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20 in 2018: 5 Seconds of Summer – “Youngblood”

5 Seconds of Summer – “Youngblood”
aus dem Album “Youngblood”

Wenn ich einen Blick in die deutschen Singlecharts werfe, wo in den Top 10 in den letzten Jahren durchaus einige Songs waren, die mir zumindest kurzweilig gefallen haben, überkommt mich doch besonders in diesem Jahr das Gefühl, dass ich alt werde. Und dann gucke ich mir die Fanbasis von 5 Seconds of Summer an, stelle fest, dass ich definitiv nicht zur Demographie der “Pop-Rock”-Band aus Australien gehöre, und empfinde ein bisschen weniger so.

Klar, auch wenn das Quartett aus Sydney eher so die Fans von Justin Bieber und One Direction bedient heißt das nicht unbedingt, dass die Musik schlecht ist. Sie haben mich nur bisher nicht interessiert – und ich gebe zu ich habe auch kein großes Interesse, mich durch die Discography zu wühlen. Aber meine Güte, ist “Youngblood” ein starker Song!

Ich habe aus Witz mal ein bisschen in das gleichnamige Album reingehört. Mit “Rock” hat zumindest das Album sehr wenig zu tun und ich weiß ehrlich gesagt nicht, was vier Jungs mit Instrumenten auf der Bühne machen, während die Songs gespielt werden. Aber großartig viel anders, als beispielsweise Maroon 5 machen die nun nicht. Ob die Jungs um Adam Levine bei Maroon 5 mit der musikalischen Ausrichtung glücklich sind? Wer weiß das schon, aber kommerziell erfolgreich sind sie ja trotzdem. Und auch bei 5 Seconds of Summer kann man sich das schon mal anhören. “Want You Back” ist ganz okay, “Valentine” schöner Retro-Upbeat und auch “Lie To Me” ist halt stinknormaler Pop. Ob Shawn Mendes, ZAYN oder die Jonas Brothers – das ist alles da, das ist vollkommen okay, letztlich musikalisch nett aber langfristig wohl vollkommen belanglos, aber daran ist auch nichts Verwerfliches. Nicht jeder Song muss ein Kunstwerk sein, nicht jede Musik muss für die Ewigkeit geschrieben werden.

Und ich höre mir lieber zehn Stunden 5 Seconds of Summer – und sogar Justin Bieber – auf Repeat an, als auch nur 4 Minuten irgendein Autotune-Gejaule von Capital Bra über die Fußballer, die er gerne bei FIFA 19 in sein Ultimate Team kauft. Neymar, Benzema, bitte geh einfach weg.

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