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20 in 2015: Grimes – “Flesh Without Blood”

Grimes mit “Flesh Without Blood”
aus dem Album: “Art Angels”

Grimes

Im November veröffentlichte Claire Elise Boucher, besser bekannt als Grimes, ihr viertes Studioalbum “Art Angels”, welches von den Kritikern als eines der besten Alben des Jahres gefeiert wurde. Gehört hatte ich bis hierhin von der kanadischen Sängerin noch nie etwas und auch das Album ist vollkommen an mir vorbeigegangen. Erst, als ich nach den besten Songs und Alben des Jahres in den Augen der Fachpresse recherchiert habe, ist immer und immer wieder der Name Grimes gefallen. Grimes hier, Grimes da. In den Listen von NME und Stereogum beispielsweise landete das Album auf Platz Eins. Grund genug für mich also mal reinzuhören in das Album, welches auf der einen Seite als spaßig, auf der anderen Seite aber auch als grotesk bezeichnet wird (Zitat: The A.V. Club“).

Da ich selbst kein großer Albenhörer bin, habe ich mich auf die Songs mit den meisten Klicks bei Spotify verlassen und schon “Flesh Without Blood”, welches auch als Lead Singles des Albums herhält, hat mich ziemlich beeindruckt. Ein Lied, der knapp am konventionellen Pop vorbeischrammt, vielleicht gerade so noch im Radio gespielt werden könnte, wenn man gerade eine Playlist mit CHVRCHES, Metric, Crystal Castles und Phantogram plant. Experimentieller, schneller Synthpop, der absolut zeitlos wirkt. Großartig!

Absolut tanzbar sind im Übrigen auch Tracks wie “Venus Fly”, welches mit der von mir unglaublich geschätzten und hochtalentierten Janelle Monáe entstanden ist. Ein heftiger Bass, ansonsten sehr simpel und wenig gesangslastig, aber etwas für die Tanzfläche. Generell gibt es bei Grimes einen guten Mix aus Experimenten, unkonventionellen RnB-Beats und elektronischen Elementen. Auf der anderen Seite gibt es dann mit “laughing and not being normal” eine verspielte Ballade.

Künstler, die sich ausprobieren und nicht in einem Genre festbeißen, Grenzen überschreiten und dabei auch mit dem Geschmack des Zuhörers spielen, sind mir im Moment absolut am Liebsten. Grimes schafft hier mit “Flesh Without Blood” einen guten Einstieg, was man von ihr erwarten kann, kann aber mit dem einen Song nicht ihre komplette Bandbreite abdecken. Dafür ist der Song vielleicht noch am Massentauglichsten und landet deswegen in meinen 20 in 2015.

 

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