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20 in 2015: Everything Everything – “Distant Past”

Everything Everything – “Distant Past”
aus dem Album: “Get to Heaven”

Everything Everything

Wer meinen Blog verfolgt, den sollte diese Wahl nicht überraschen. Zweimal konnte ich das Quartett in diesem Jahr live sehen und tatsächlich gibt es auf dem Album “Get to Heaven” etliche Songs, die mir gut gefallen haben. “Regret” beispielsweise, welches sehr eingängig ist, der Opener “To the Blade” fässt die durchaus poppigere Essenz des dritten Albums auch sehr gut ein. Insgesamt haben Everything Everything – dieses Mal produziert von Stuart Price, der bereits mit The Killers zusammengearbeitet, meiner Meinung nach aber deren Sound zu weichgespült hat – eine durchaus massenkompatiblere Richtung eingeschlagen. “Kemosabe” und “Cough Cough” auf dem letzten Album “Arc” klangen deutlich rauer, vielleicht auch unfertiger. Allerdings haben die Jungs das Experimentieren noch nicht verlernt.

Bestes Beispiel dafür ist “Distant Past”. Hier hämmert Sänger Jonathan Higgs die Worte wie ein Maschinengewehr heraus und wechselt die Stimmlagen, als gäbe es kein Morgen. Dazu ein treibender Beat für die Beine, irgendwo hört man sogar einen Sound aus der originalen Star Trek-Serie und fertig ist ein komplexer Song, der für das Album steht, wie kaum ein Zweiter. Veröffentlicht im Übrigen am 18. Februar und am 23. März das erste Mal gehört.

Nur das Video – von Higgs selbst dirigiert – ist ein wenig… merkwürdig. Aber gut, so sind wohl Videos die irgendwie sowohl die animalische Vergangenheit, als auch die abgespacete Zukunft einfangen sollen. Oder sowas.

 

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