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20 in 2017: Paramore – “Hard Times”

Paramore – “Hard Times”
aus dem Album “After Laughter”

Sind Paramore eigentlich noch Paramore? Neben Hayley Williams waren die Farro-Brüder Josh und Zac das Kernstück der Band, sie schrieben Songs voller Teenage Angst und waren eine der Pionier-Bands des Labels Fueled By Ramen (Panic! at the Disco, Fall Out Boy, etc.) – als die Farros die Band verließen und Hayley Williams mit den Überbleibseln der Truppe 2013 das selbstbetitelte, vierte Studioalbum auf den Markt brachte, war dies zwar kommerziell erfolgreich, aber in meinen Augen auch nicht wirklich gut, abgesehen von den beiden mega-erfolgreichen Singles “Still Into You” und “Ain’t It Fun”. Umso überraschender für mich, dass Paramore mit ihrer Comeback-Single “Hard Times” wirklich den Sprung in meine 20 in 2017 schaffen.

Wenig rotzfrech, wenig laut, wenig wie “Misery Business” oder “That’s What You Get”, kein “Ignorance” oder “Emergency”, stattdessen bieten Paramore mit “Hard Times” eine Überraschung am Schlagzeug – denn Zac Farro kehrte nach knapp sieben Jahren an die Drums zurück – und bieten einen von Urlaub durchströmten New Wave-Sound. Nun gut, dass mir Sounds der 80er gefallen, ist nun weniger schockierend, aber was “Hard Times” für ein verdammter Ohrwurm ist, dann doch.

Paramore klangen durchaus natürlich verletzlicher, aggressiver, melancholischer. Allerdings war Sängerin Hayley Williams zur Veröffentlichung des ersten Albums zarte 16 Jahre alt, beim großen Durchbruch mit “Riot!” erst 18. Jetzt ist sie 28, war verheiratet, ist geschieden und hat mit Rechtsstreitigkeiten um die Band wohl genug erlebt, um erwachsen geworden zu sein. Und dass das durchaus nach Spaß klingen kann, beweist “Hard Times”.

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