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20 in 2017: ODESZA – “Late Night”

ODESZA – “Late Night”
aus dem Album “A Moment Apart”

Harrison Mills und Clayton Knight sind ODESZA. Zusammengefunden haben sich die Beiden 2012, als sie ihren Abschluss an der Universität machten. Sie gründeten ODESZA und haben noch im gleichen Jahr ihr erstes Album an den Start gebracht, Erfolge gefeiert und Eindruck in der elektronischen Musikszene hinterlassen.

2015 erschied das zweite Studioalbum “In Return”. Auf diesem Werk experimentierte das Duo mit Synthpop, ging mit einer Singer-Songwriter-Mentalität ans Werk und schuf in Zusammenarbeit mit Gastmusikern wie Zyra, den Shy Girls, Madelyn Grant und Co. ein astreines Dancepop-Album. Besondere Anspieltipps sind hier “It’s Only” oder “Say My Name”, der RAC Remix von Letzterem wurde sogar für einen Grammy nominiert.

Nur zwei Jahre später steht also das dritte Album in den Regalen und sämtlichen Musikplattformen bereit. Das Duo hat sich für “A Moment Apart” wieder mit zahlreichen, hochtalentierten Künstlern zusammen getan, so wirken auf dem Album unter anderem WYNNE, Leon Bridges, Regina Spektor, RY X und Naomi Wild mit. Es gab wieder Grammy-Nominierungen (Bestes Dance/Electronic Album, Best Dance Recording für “Line of Sight”, könnte auch von Bastille sein). Mein absolutes Highlight des Albums ist allerdings ein Song, der komplett ohne Gastmusiker auskommt. Ohne Lyrics. Ohne wirklichen Gesang, bis auf eine komplett verzerrte Stimme, die kein Wort spricht.

“Late Night” ist ein Up-Tempo-Track, der ein bisschen von diesem Chillwave-Ansatz abgeht, bei dem sich ein Song langsam aufbaut und dann einen tollen Refrain zum Mitsingen anbietet. Stattdessen ist “Late Night” voller Energie, antreibend und passt perfekt zu einer Autofahrt durch die Stadt mit freien Straßen und vielen Lichtern. Musikalisch nicht sehr ähnlich, aber von der Ausstrahlung ähnlich wie “Midnight City” von M83. In meinen Augen einer der besten Elektro-Songs des Jahres.

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