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20 in 2017: Everything Everything – “Night of the Long Knives”

Everything Everything – “Night of the Long Knives”
aus dem Album “A Fever Dream”

Der letzte Song in diesem Jahr in den “20 in 2017” bringt eine Band zurück, über die ich hier in meinem Blog schon etliche Male geschrieben habe und die es fast nicht in diese Liste geschafft hätten. Nach ihrem letzten Album “Get to Heaven”, welches dafür sorgte, dass “Distant Past” Teil der 2015er-Serie war und ich Everything Everything mittlerweile zweimal live gesehen habe (beim Lollapalooza 2015 und im Astra), nach etlichen Songvorstellungen wie für “Regret” oder das unfassbar geniale “Duet” habe ich nur sehr schwer den Zugang zu “A Fever Dream”, dem vierten Studioalbum, bekommen.

Everything Everything sind alles, aber besonders unkonventionell. Der Titeltrack selbst ist einer der ruhigsten Songs, den ich bisher von der Band gehört habe und verbreitet musikalisch fast Weihnachtsstimmung. “Can’t Do” ging als erste Single sofort ins Ohr, während mich “Desire” manchmal begeistert und manchmal einfach nur nervt.

Nach vier Alben steht fest: Everything Everything machen keine Musik um dauerhaft im Radio zu laufen oder in den Charts weit nach oben zu klettern, sondern sie machen ihr eigenes Ding. Fast nirgendwo wird das so deutlich wie im ersten Song des neuen Albums, auf “Night of the Long Knives”. Tempowechsel, verspielte Instrumente, eine Gewalt an Refrain. Jonathan Higgs am Mikrofon und seine Bandmitglieder Jeremy Pritchard, Michael Spearman und Alex Robertshaw hauen in den knapp vier einhalb Minuten ein absolut kunstvolles Feuerwerk heraus und überzeugen mich am Ende doch. Eine Band, die sich lohnt, wenn man sie an sich heranlässt. Die auch Live absolut Gas gibt. Und die hoffentlich in zwei Jahren wieder ein tolles Album am Start hat.

Dies sind meine 20 in 2017. Wir sehen uns spätestens in einem Jahr wieder, denn ab dem 1. Januar werde ich direkt wieder sammeln um im Dezember aus über 100 Songs wieder einen Auswahlprozess zu starten. Zum Abschied noch in Kurzform ein paar Songs, die in der engeren Auswahl standen, letztlich aber nicht den Sprung geschafft haben. Vielleicht gute Alternativen?

Lower Than Atlantis – “Had Enough”
Foo Fighters – “Run”
P!nk – “What About Us”
Stone Sour – “Song #3”
Avriel & the Sequoias – “Quarter Past Four”
K.Flay – “Blood In The Cut”
The Killers – “Run For Cover”
Tori Amos – “Up the Creek”

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