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20 in 2016: Sia – “The Greatest”

Sia – “The Greatest”
aus dem Album “This Is Acting”

Vom Prinzip her war 2016 ein ziemlich erfolgreiches Jahr für die australische Sängerin Sia Furler. Mit “This Is Acting”, ihrem siebten Studioalbum, hatte sie ähnlichen Erfolg, wie knapp 1 1/2 Jahre zuvor mit dem Durchbruch-Album “1000 Forms of Fear”, die Single “Cheap Thrills” – eigentlich geschrieben für Rihanna – bescherte ihr die erste Nummer Eins in den Vereinigten Staaten, Deutschland, Frankreich und mehr, sie nahm Tracks für Filme wie “Findet Dorie” und “Lion” auf und tourte erstmals durch große Hallen in Nordamerika – was ebenfalls sehr gut ankam.

Ob als Gast am Mikrofon für David Guetta, Eminem, Flo Rida oder Kanye West, ob als Songschreiberin für Ne-Yo, Katy Perry, Beyoncé, Shakira oder Maroon 5 – oder eben eigenes Material, welches von den geplanten Künstlern letztlich doch nicht aufgenommen wird, aber Sia dennoch Hits und hohe Chartplatzierungen beschert – Sia ist aus der Musikbranche nicht mehr wegzudenken. Und sie beweist mit jedem Song, dass sie absolut jeden Stil mitgehen kann, ob französische RnB-Balladen wie mit dem im Nachbarland angesagten Maître Gims, Dancehall, EDM oder Hip-Hop.

In den 20 in 2016 hätte Sia mit etlichen Songs aus “This Is Acting” landen können. “Cheap Thrills” war ein Kandidat, genauso “Move Your Body”. Entschieden habe ich mich allerdings für “The Greatest”, welches im September, also knapp acht Monate nach dem Release des Albums, veröffentlicht wurde und letztlich auf der Deluxe Edition landete. Eine Mischung aus derzeit angesagten tropischem House und Electropop, der – obwohl nie offiziell bestätigt – neben den positiven und aufbauenden Lyrics auch, bzw. besonders im Video die schrecklichen Ereignisse des Anschlages auf den Nachtclub Pulse in Orlando im Juni 2016 verarbeitet. In erster Linie ist “The Greatest” eine Botschaft, niemals aufzugeben, egal welche Hindernisse bevorstehen. Ob man nun die Version mit Kendrick Lamar mag oder eher Sias Solo-Aufnahme, ist Geschmackssache. Gleiches gilt auch für “Cheap Thrills”, wo die Single-Version ebenfalls Beistand erhalten hat, in diesem Fall von Sean Paul und auch von “Elastic Heart” gibt es eine Variante mit The Weeknd und Diplo. Fest steht allerdings, dass Sia nicht nur den Zeitgeist des Pops trifft, sondern diesen auch mitbestimmt und formt.

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