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20 in 2016: Banks & Steelz – “Giant”

Banks & Steelz – “Giant”
aus dem Album “Anything But Words”

 

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Kollaborationen sind immer so eine Sache. Manchmal sind sie überraschend gut, manchmal erwartet schlecht. Aber manchmal gibt es auch Kollaborationen, bei denen man erst irgendwann später erfährt, wer da eigentlich gemeinsame Sache macht. So ging es mir bei Banks & Steelz, die ich überhaupt nicht einordnen konnte und für irgendein komplett neues Produzenten-Duo gehalten habe, obwohl mir die Stimmen durchaus bekannt vorkamen.

Auf der einen Seite ist Steelz – besser bekannt als RZA, einer der Hauptbestandteile des Wu-Tang Clans, der 2003 gemeinsam mit Xavier Naidoo und dem Song “Ich kenne nichts (das so schön ist wie Du)” für eine Woche auf Platz Eins der deutschen Single-Charts stand und sich nebenbei als Schauspieler betätigt. Auf der anderen Seite ist Paul Banks, der normalerweise für die amerikanische Indie Rock-Band am Mikrofon steht. RZA ist zwar eine Hip-Hop-Legende, war aber schon immer sehr daran interessiert, mit anderen Künstlern zusammen zu arbeiten. So duellierte er sich 2011 nicht nur mit Banks am Schachbrett, sondern auch im Musikstudio. Aus den ersten Jamsessions reiften dann richtige Ideen und fünf Jahre später sogar das erste, gemeinsame Album: “Anything But Words”. Hier bittet das Duo nicht nur andere Hip-Hopper wie Method Man oder Kool Keith ans Mikrofon, sondern auch die Sängerin Florence Welch, besser bekannt als Florence + The Machine. Neben der ersten Single “Love and War” gemeinsam mit Ghostface Killah ist besonders “Giant” eines der Highlights des Albums. Ein energiegeladener Song, der nach vorne geht und dabei doch so unkonventionell und unbequem klingt. Ich bin gespannt, ob das Duo in Zukunft weiter zusammenarbeiten wird, schließlich steht auch das sechste Album von Interpol an. Doch in diesem Jahr haben sich Banks & Steelz bereits in meine 20 in 2016 gespielt.

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