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20 in 2015: Twenty One Pilots – “Goner”

Twenty One Pilots – “Goner”
aus dem Album: “Blurryface”

Twenty One Pilots

Tatsächlich fällt es mir ein bisschen schwer, Twenty One Pilots in Worte zu fassen. Meistens sind die Songs sehr Klavier-lastig, manchmal gibt es einen Hip Hop-Beat (wie bei “Stressed Out” auf dem aktuellen Album “Blurryface”), manchmal klingt es nach reinem Pop (man höre “Tear in my Heart”, ebenfalls auf “Blurryface”), dann gibt es auch Songs wie “House of Gold” auf dem ersten Major-Release “Vessels”, welches mit Ukulelen, Akustikgitarren und einfachen Drums auch von einer Folk-Band sein könnte. Twenty One Pilots spielen mit Genres, lassen sich nicht klassizifieren und vielleicht ist genau das der Grund, warum ich mich nicht festlegen kann, ob ich die Musik super oder einfach nervig finde.

Und dann kam “Goner”. Es beginnt mit einem Klavier, dann setzt Sänger Tyler Joseph ein und das war es für die ersten zwei Minuten des Songs. Einfach nur eine sentimentale Melodie auf dem Piano und die sehr verletzlich wirkende Stimme. Erst dann darf Schlagzeuger Josh Dun langsam mit einsteigen und den Rest des Songs aufbauen, bis es zur Bridge kommt. “Don’t let me be gone, Don’t let me be gone”. Ein sacht gesprochener Hilfeschrei, der sich dann in der letzten Minute in einer Rock-Explosion auflöst. Großartig!

Zu den anderen Songs bekomme ich einfach keinen gescheiten Zugang, aber “Goner” ist mein absolutes Highlight der Twenty One Pilots bisher und erinnert mich streckenweise an “Sowing Season (Yeah)” von Brand New. Auch von denen mag ich nichts Anderes, ist aber ein ebenso genialer, emotionaler Rock Song. Vielleicht gebe ich dem Rest auf “Blurryface” im nächsten Jahr nochmal eine Chance, vielleicht überzeugen mich die anderen Werke auch. Aber bis hierhin ist “Goner” einer der besten Songs des Jahres.

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